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Digitale Lösungen unterstützen beim Entlassmanagement

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass digitale Lösungen wie elektronische Medikationspläne oder die elektronische Behandlungsinformation (eBI) die Arbeit von Medizinern erheblich unterstützen könnten.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de

AOK-Arzneimittelkongress diskutiert Arzneimitteltherapiesicherheit nach Krankenhausaufenthalt

Berlin, 28. Februar 2017. Unter dem Motto „‘Entlassen – was nun?‘ Arzneimitteltherapiesicherheit nach Krankenhausaufenthalt“ hat in der vergangenen Woche der zweite AOK-Arzneimittelkongress bei der AOK Nordost in Berlin stattgefunden. Mit mehr als 80 angemeldeten niedergelassenen Ärzten stieß die Veranstaltung wie schon im vergangenen Jahr auf große Resonanz.

Dabei war das Motto bewusst gewählt. Beim letzten Kongress hatte sich herauskristallisiert, dass insbesondere das Thema Entlassmanagement ein großes Thema für die Ärzte ist, bei dem noch viele Hürden existieren. Als ein wesentliches Problem stellte sich in der Diskussion die Kommunikation zwischen den stationär verordnenden Ärzten und den nachbehandelnden niedergelassenen Ärzten heraus. Für persönliche Gespräche, in denen sich offene Fragen schnell klären ließen, fehle jedoch häufig die Zeit.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass digitale Lösungen wie elektronische Medikationspläne oder die elektronische Behandlungsinformation (eBI) die Arbeit von Medizinern erheblich unterstützen könnten. Die eBI liefert zum Beispiel wichtige Informationen zur Behandlungshistorie von Patienten wie verordnete Arzneimittel, diagnostizierte Erkrankungen, Angaben zu Krankenhausaufenthalten sowie zu behandelnden niedergelassenen Ärzten. Bei einem Krankenhausaufenthalt können die am Projekt beteiligten Krankenhäuser diese Daten – natürlich mit vorherigem Einverständnis des Patienten – einsehen.

Die Veranstaltung selbst gliederte sich in zwei Teile. Auf dem Podium diskutierten der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Klinikum Saarbrücken, Prof. Dr. med. Kai Daniel Grandt, Dr. med. Christian Bohle, Vorstand des Berliner Arztnetzes City Nord und der Hausarztakademie Wedding sowie der Rechtsanwalt Rolf-Werner Bock zu dem Thema. Im Anschluss wurden konkrete Fälle aus der Praxis in Workshops besprochen.

Mit der neuen industrieunabhängigen ärztlichen Fortbildungsreihe will die AOK Nordost ein Forum für einen interdisziplinären Austausch zwischen Apothekern, Klinikern und niedergelassenen Ärzten etablieren. „Es mag vielleicht zunächst befremden, wenn eine Krankenkasse eine ärztliche Fortbildungsveranstaltung ausrichtet. Dabei macht das durchaus Sinn“, betont  Susanne Dolfen, Leiterin Arzneimittelversorgung der AOK Nordost. „Wir treten in einen Diskurs mit den Ärzten und bieten ihnen gleichzeitig eine Plattform, sich untereinander und mit Apothekern sowie Klinikern über entsprechende konkrete Fälle aus ihrem Alltag auszutauschen. Hierdurch erhoffen wir uns eine gegenseitige Wissensbereicherung mit dem gemeinsamen Ziel einer erhöhten Patientensicherheit.“