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Depression: In vielen Fällen kann schon der Hausarzt helfen

Ziel des Vertrages ist es, einer chronischen depressiven Erkrankung der Betroffenen vorzubeugen, ihnen unnötige somatische Behandlungen und Therapien zu ersparen und vor allem ihren Leidensweg erheblich zu verkürzen.

AOK Nordost: Niedrigschwellige Betreuung für Versicherte mit Depressionen

Potsdam/Berlin 20. Mai 2016. Jede vierte Frau erkrankt laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes einmal in ihrem Leben an Depression. Bei den Männern ist es mehr als jeder Zehnte. Viele depressive Erkrankungen werden aber nicht oder viel zu spät erkannt – oft mit schwerwiegenden Folgen.

Hier soll zukünftig ein neuer hausarztzentrierter Versorgungsansatz der AOK Nordost greifen. Dieser wird seit April in einem auf drei Jahre angelegten Modellprojekt zunächst in drei Hausarztnetzen der Gesundheitskasse in Berlin und Brandenburg getestet. Im Juni soll er auf ein weiteres Hausarztnetz in Mecklenburg-Vorpommern ausgeweitet werden. Ziel des Vertrages ist die niedrigschwellige Betreuung und Versorgung leicht bis mittelschwer Erkrankter. Die erschreckenden Zahlen zur Depression spiegeln sich auch bei der AOK Nordost wider.

„Wir haben hier dringenden Handlungsbedarf gesehen und deshalb gemeinsam mit anderen AOKs und unter Einbindung universitärer Partner einen entsprechenden Versorgungsvertrag entwickelt. Ziel des Vertrages ist es, bei den Betroffenen einer Chronifizierung der Erkrankung vorzubeugen, ihnen unnötige somatische Behandlungen und Therapien zu ersparen und vor allem ihren Leidensweg erheblich zu verkürzen. Sollte sich der neue Versorgungsansatz als erfolgreich erweisen, werden wir ihn auf weitere Arztnetze ausweiten“, so Pramono Supantia, Unternehmensbereichsleiter im Bereich Versorgung der AOK Nordost.

Schulung und Hilfe für Hausärzte

Die am Vertrag teilnehmenden Hausärzte werden für die Indikation Depression sensibilisiert. Im Rahmen einer Schulung erhalten sie konkrete einfache Hilfestellungen sowie Instrumente für die Diagnostik und niederschwellige Behandlung an die Hand. Unterstützt werden sie von einer speziell geschulten Praxismitarbeiterin. Der Vertrag teilt sich in verschiedene Module auf.

Auf die Diagnostik und umfassende Beratung des Patienten folgen in regelmäßigem Abstand ärztliche Gespräche sowie ein sogenanntes Therapiemonitoring. Im Rahmen dieses Monitorings sind regelmäßige Telefonate zwischen der speziell geschulten Praxismitarbeiterin und dem Patienten vorgesehen. Der Arzt wiederum steht in ständigem Austausch mit seiner Praxismitarbeiterin, die ihn auch sofort informiert, sollte sich eine akute Verschlechterung bei dem Patienten abzeichnen. Außerdem kann der Patient im Rahmen des Programms das therapieunterstützende Online-Selbsthilfeprogramm MoodGYM nutzen. Dieses kann er selbstständig zu Hause durchführen.

Fragen, die sich daraus für ihn ergeben, kann er dann mit seinem Arzt besprechen. Stellt sich im Verlauf der Therapie heraus, dass die Behandlung beim Hausarzt nicht ausreicht, oder kommt es zu akuten Verschlechterungen des Patientenzustands, erfolgt im Rahmen des Vertrages eine psychotherapeutische Kurzintervention im Centrum für Gesundheit der AOK Nordost. Sollte auch diese nicht ausreichen, wird der Patient in die psychotherapeutische Regelversorgung weitergeleitet.

Anhänge und weitere Infos

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080-22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de