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AOK-Versorgungsvertrag Diabetischer Fuß hilft, Amputationen zu verhindern

In dem Vertrag werden betroffene Versicherte durch besonders spezialisierte Diabetologen unter Einbindung qualifizierter Wundschwestern nach neuestem medizinischem Wissen betreut und behandelt.

Das Damoklesschwert über jedem Diabetiker

Berlin, 6. April 2016. Das Diabetische Fußsyndrom (DFS) ist das Damoklesschwert, das über jedem Diabetiker schwebt. Bei diesem Krankheitsbild kann sich unbehandelt eine oberflächliche kleine Wunde am Fuß innerhalb kürzester Zeit so stark verschlechtern, dass im schlimmsten Fall am Ende der ganze Fuß abgenommen werden muss. Etwa 50.000 Füße werden laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft jährlich in Deutschland als Folge einer Diabeteserkrankung amputiert, wobei das DFS der häufigste Grund für eine Amputation ist. Eine frühzeitige, spezialisierte Betreuung und Behandlung kann die Amputationsrate deutlich verringern. Das zeigen auch die Erfolge des Berliner Versorgungsvertrages Diabetischer Fuß der AOK Nordost, in dem derzeit 21 Ärztinnen und Ärzte rund 1.500 Versicherte betreuen.

Je länger der Diabetes besteht, umso wahrscheinlicher ist es, dass sich irgendwann ein Diabetisches Fußsyndrom daraus entwickelt. Gerade für Menschen mit einem Diabetes Typ 1, die häufig bereits im Kindes- oder Jugendalter daran erkranken, ist die Gefahr besonders hoch. Der jüngste Teilnehmer an dem Versorgungsvertrag der AOK Nordost ist gerade einmal 22 Jahre alt.
 
In dem Vertrag werden betroffene Versicherte durch besonders spezialisierte Diabetologen unter Einbindung qualifizierter Wundschwestern nach neuestem medizinischem Wissen betreut und behandelt. Regelmäßige Fortbildungen für den Diabetologen gehören dabei ebenso zum Vertrag wie dessen gute Vernetzung mit allgemeinen Hausärzten, Gefäßchirurgen und den entsprechenden nichtmedizinischen Leistungserbringern. Durch gezielte Aufklärung und Informationen wird der Patient zudem aktiv in die Behandlung eingebunden. Um an dem Vertrag teilnehmen zu können, müssen die Versicherten in einem der Disease-Management-Programme (DMP) AOK-Curaplan Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 eingeschrieben sein.

Ein großes Problem beim DFS: Betroffene erkennen oftmals zu spät einen Handlungsbedarf. Eine Befragung der AOK Nordost unter den Vertragsteilnehmern ergab, dass lediglich 36 Prozent ihren Kenntnisstand über das Diabetische Fußsyndrom vor ihrer Teilnahme am Vertrag als gut bis sehr gut einstuften. Nach der Teilnahme erhöhte sich der Anteil auf 86 Prozent.

„Entsprechende DMP sorgen bereits für eine gute koordinierte Versorgung von Diabetikern. Gerade im Hinblick auf das Diabetische Fußsyndrom besteht jedoch noch immer Handlungsbedarf“, sagt Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK Nordost. Der spezialisierte Versorgungsvertrag führt auch dazu, dass sich die Wundbehandlungszeit verkürzt und eine Verschlechterung oder ein Wiederauftreten der Wunde vermieden werden. „Für unsere Versicherten bedeutet das ein Stück mehr Lebensqualität“, so Möhlmann.