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Vorsorge zahlt sich aus – größtes begehbares Darmmodell Europas auf dem Rostocker Universitätsplatz

Unbestritten ist: Darmkrebs kann durch konsequente Vorsorge weit besser verhütet werden als andere Krebsarten. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten gut.

Zahlen, Daten und Fakten zu Vorsorgeuntersuchungen und Darmkrebsvorsorge

Ein Vergleich der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen zeigt: Die Inanspruchnahme von regelmäßiger Vorsorge ist bei Frauen grundsätzlich höher als bei Männern.

Im Jahr 2015 wurde der Gesundheits-Check-up, der schon ab einem Alter von 35 Jahren regelmäßig durchgeführt werden kann, von den Versicherten der AOK Nordost am häufigsten in Anspruch genommen. Danach ließ sich die Hälfte der Erwachsenen beim Hausarzt durchchecken (davon 53 Prozent Frauen, 47 Prozent Männer).

Beim Hautkrebs-Screening verändern sich die Zahlen bereits. Dieses Screening nahm im Jahr 2015 nur jeder Vierte der anspruchsberechtigten AOK-versicherten Frauen und Männer in Anspruch (davon 24 Prozent Frauen, 22 Prozent Männer).

Die Früherkennung auf Prostata- und Hodenkrebs, die ab einem Alter von 45 Jahren jährlich durchgeführt werden kann, lässt nur knapp jeder 4. Mann durchführen.

Dagegen nimmt die präventive Koloskopie nur jeder Zehnte bei der AOK Nordost Anspruchsberechtigte in Anspruch. Hier liegen bei der Inanspruchnahme die Männer mit 12,8 Prozent geringfügig über dem Wert der Frauen.

Das durchschnittliche Alter der an Darmkrebs Erkrankten beträgt 76 Jahre.

Knapp 4.500 AOK-versicherte Patienten in M-V werden jedes Jahr mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Markus Juhls
Telefon: 0800 265 080 - 41469 
presse@nordost.aok.de

Darmkrebsmonat März

Rostock, 28. März 2017. Die Ärztekammer M-V und die AOK Nordost nehmen den alljährlichen Darmkrebsmonat März zum Anlass, um im Rahmen einer gemeinsamen Aufklärungsaktion mehr Menschen für die Darmkrebs­vorsorge zu motivieren und ihnen die Angst vor der Vorsorgeuntersuchung zu nehmen. Unter dem Motto „Gesundheit geht durch den Darm“ macht heute das größte Darmmodell Europas Station auf dem Universitätsplatz in der Hansestadt Rostock. Am Beispiel des riesigen, begehbaren Mo­dells der Felix-Burda-Stiftung informieren medizinische Experten alle Interessierten über den allgemeinen Aufbau des Hochleistungsorgans, die unbegründete Angst vor einer Darmspiegelung oder die Gründe für die Entstehung dieser Krebsform. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft vom Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe.

Unbestritten ist: Darmkrebs kann durch konsequente Vorsorge weit besser verhütet werden als andere Krebsarten. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten gut. Bei einer Darmspiegelung, der so genannten Koloskopie, sind Krebsvorstufen gut zu entdecken und können noch während der Untersuchung entfernt werden. Insgesamt lassen sich etwa 90 Prozent der Darmerkrankungen durch eine einmalige Darmspiegelung so früh erkennen, dass man sie heilen kann.

Darmkrebs tritt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig auf. Unter 40 Jahren ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, sehr gering, es nimmt aber mit steigendem Alter zu. Dennoch ist die Beteiligung der An­spruchsbe­rechtigten ab dem 55. Lebensjahr trotz der von den Krankenkassen bezahlten Leistungen gering. Zahlen der AOK Nordost zeigen: Nur etwa jeder Zehnte, der bei der AOK Nordost in M-V versichert ist, unterzieht sich beispielsweise einer präventiven Darmspiegelung. Dabei ist Darmkrebs bundesweit die Krebsart mit der höchsten Zahl an Neuerkrankungen im Jahr und ist die zweithäufigste Krebstodesursache. Jedes Jahr werden fast 4.500 AOK-versicherte Patienten im Land mit der Diagnose Darmkrebs behandelt.

Zitate

Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Das Thema Darmspiegelung ist heute längst kein Tabu mehr. Es ist dennoch absolut notwendig auf die Möglichkeiten der Darm-Krebs-Vorsorge aufmerksam zu machen. Noch wichtiger ist es, das Angebot zu nutzen.“

Dr. Andreas Crusius, Präsident der Ärzte­kammer M-V: „Prävention kann helfen, die Sterblichkeitsrate zu senken. Eine Darmspiegelung stellt die wirksamste Art der Vorbeugung dar, da Krebsvorstufen direkt entfernt werden können, bevor sie entarten.

Marita Moskwyn, Leiterin der Unternehmenseinheit ärztliche Versorgung der AOK Nordost: „Wir müssen es schaffen, noch mehr Menschen für eine regelmäßige Vorsorge zu überzeugen. Deshalb setzen wir schon lange auf breit angelegte Präventions- und Vorsorgekampagnen. Gerade in der Darmkrebsvorsorge gilt – Agieren ist besser als reagieren!“

Dipl.-Med. Fridjof Matuszewski, Präventionsbeauftragter der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern: „Mit Aufklärungskampagnen wie dieser versuchen wir, bei der breiten Bevölkerung das Bewusstsein dafür zu wecken, dass der Darmkrebs ein Krebs ist, den man verhindern kann, wenn man rechtzeitig Früherkennung betreibt. Dank der modernen Medizin kann die Darmspiegelung zu den schonenden Untersuchungsmethoden gezählt werden, die dem Patienten keine Angst machen muss.

Machen Sie also mit und erhalten Sie Ihre Gesundheit!"

Jimmy Hartwig, Ex-Fußballprofi und AOK-Gesundheitsbotschafter:

„Ich will dabei helfen, dass insbesondere die männlichen Gesundheitsmuffel die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen besser wahrnehmen. Das tun zurzeit noch viel zu wenige. Man(n) fühlt sich stark und unverwundbar oder hat vielleicht auch Angst vor der Untersuchung. Das ist natürlich Quatsch, ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Daher meine Botschaft: Tut was Jungs! Geht zur Vorsorge.“