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Ausgabenanstieg setzt sich fort – M-V ist Spitzenreiter

Die Gesundheitskasse hat im vergangenen Jahr rund 1,3 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben, davon fast die Hälfte (ca. 570 Mio. Euro) für patentgeschützte Arzneimittel. Das entspricht im Vergleich zum Jahr davor einer Steigerung von 6,6 Prozent.

Steigerung von 6,6 Prozent

Schwerin, 26. September 2016. Die heute vorgestellten GKV-weiten Ergebnisse des Arzneiverordnungs-Reports 2016 (AVR) des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassen (WIdO) spiegeln sich auch in den Daten der größten regionalen Krankenkasse in Mecklenburg-Vorpommern wieder.

Auch die AOK Nordost ver-zeichnet einen ungebremsten Ausgabenanstieg gerade bei den patentgeschützten Arzneimitteln. So hat die Gesundheitskasse im vergangenen Jahr rund 1,3 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben, davon fast die Hälfte (ca. 570 Mio. Euro) alleine für patentgeschützte Arzneimittel. Das entspricht im Vergleich zum Jahr davor einer Steigerung von 6,6 Prozent. Auf Mecklenburg-Vorpommern entfallen dabei 360 Mio. Euro ins-gesamt, 153 Mio. Euro für patentierte Arzneimittel. Pro Versichertem in M-V gab die Gesundheitskasse im vergangenen Jahr 845 Euro für Arzneimittel aus, davon 360 Euro für patentierte. Das entspricht einer Steigerung von 4,4 beziehungsweise 5,5 Prozent.

Im Schnitt nahmen AOK-Versicherte in M-V 2015 über tausend Tagesdosen zu sich. GKV-weit wurden dort laut AVR im vergangenen Jahr durchschnittlich 750 Tagesdosen konsumiert. Das würde im übertragenen Sinne bedeuten, dass jeder Mensch in M-V, vom Neugeborenen bis zum Greis, mehr als 2 Tabletten am Tag zu sich nehmen müsste, um diese Zahl zu erreichen. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Sie liegen jedoch nicht, wie man vermuten möchte, an der Altersstruktur.

Da das Alter einen wesentlichen Faktor für die Morbidität darstellt, haben die Autoren des Arzneiverordnungs-Reports die Analysen auch noch einmal altersstandardisiert, also jedem Bundesland die gleiche Altersstruktur zugrunde gelegt. Im Ergebnis sind die im Schnitt konsumierten Tagesdosen bei einigen Bundesländern gesunken und bei anderen gestiegen.

Mecklenburg-Vorpommern bleibt aber mit 673 Tagesdosen auch nach der Altersstandardisierung immer noch an der Spitze. Problematisch ist auch, dass hier nicht nur die meisten Medikamente per se verordnet werden, sondern dabei auch der Anteil der Me-Too-Präparate besonders hoch ist. Das wirkt sich noch einmal besonders negativ auf die Ausgabendynamik aus. Me-Too-Präparate oder sogenannte Nachahmerpräparate oder Analogarzneimittel sind oftmals nicht besser in der Wirkung als herkömmliche Arzneimittel ohne Pa-tentschutz, sind aber um einiges teurer.

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Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de