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"AOK Forum live" in Schwerin

Eine ausreichende medizinische Versorgung im ländlichen Raum, eine Verbesserung des Images der Pflegeberufe und die stetig wachsende Zahl an Pflegebedürftigen – all das sind nur einige der Aufgaben, die die zukünftige Landesregierung bewältigen muss.

Ausblick auf die Gesundheitspolitik im Land

Schwerin, 8. Juni 2016. Nur noch knapp drei Monate, dann wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Auf die Parteien warten große Herausforderungen – auch in der Gesundheitspolitik. Das zeigte gestern Abend die Diskussion der gesundheitspolitischen Sprecher von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke beim „AOK-Forum live“, das im Goldenen Saal des Justizministeriums in Schwerin stattfand.

  Eine ausreichende medizinische Versorgung im ländlichen Raum, eine Verbesserung des Images der Pflegeberufe und die stetig wachsende Zahl an Pflegebedürftigen – all das sind nur einige der Aufgaben, die die zukünftige Landesregierung bewältigen muss. In einer angeregten Diskussion tauschten die Politiker unter Moderation von Michael Seidel, Chefredakteur der Schweriner Volkszeitung, ihre Argumente aus und präsentierten Lösungsansätze – beispielsweise für die Frage nach einem Konzept für eine zukunftssichere medizinische Versorgung im ländlichen Raum.

„Wir brauchen attraktive Rahmenbedingungen, um die Ärzte an die Region zu bin-den“, sagte Silke Gajek, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen. Es gelte stärker herauszuarbeiten, was das Land für junge Mediziner reizvoll machen kann. „Es ist klar, dass die Frage der medizinischen Versorgung in einem Flächenland wie M-V eines der wichtigsten Themen im kommenden Jahr ist“, sagte Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Hier spiele zusätzlich die Krankenhauslandschaft eine große Rolle. „Unser Ziel sollte es sein, alle Versorgungsstandorte beizubehalten, aber zu einer veränderten Arbeitsaufteilung der einzelnen Standorte untereinander zu kommen“, so Barlen. „Außerdem müssten die zu geringen Krankenhausinvestitionen des Landes deutlich angehoben werden“, sagte Karen Stramm von den Linken dazu. Einigkeit herrschte bei den Politikern auch bei der Frage nach stärkerer Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgung.

Zur Einführung der Diskussion hatte die AOK Nordost ihr gesundheitspolitisches Positionspapier zur Landtagswahl vorgestellt, das sich etwa auch mit der stationären Versorgung beschäftigt. Hier ist mit Blick auf die Investitionsförderung das Land in der Pflicht. Der Krankenhausbereich ist der größte Ausgabensektor bei den Krankenkassen. Gleichzeitig wurden die Krankenhäuser im Land 2015 mit weniger als einem Prozent aus dem Landeshaushalt mit Investitionsmitteln gefördert. Eine solch geringe Förderung werde der Bedeutung der Krankenhäuser nicht gerecht.

Weitere Themen der Diskussionsrunde waren die Möglichkeit schärferer Kontrollen für Pflegeinrichtungen, zukunftsfähige Präventionskonzepte gerade auch für Kinder sowie die Verbesserung der sprachlichen und interkulturellen Kompetenz im Gesundheitswesen in Mecklenburg-Vorpommern.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de