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AOK-Fehlzeitenanalyse 2019 für Berlin

Hoher Krankenstand bei Bus- und Straßenbahnfahrern

Berlin, 13. März 2019. Durchschnittlich 28,1 Tage fehlten AOK-versicherte Arbeitnehmer in den Berufen mit den höchsten Krankenständen in Berlin im Jahr 2018. In den Berufen mit den niedrigsten Krankenständen waren es im Schnitt nur 10,7 Tage. Das zeigt die aktuelle Fehlzeitenanalyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) und macht deutlich, dass die berufsspezifischen Anforderungen stark die Art und die Dauer der krankheitsbedingten Fehlzeiten beeinflussen.

Je höher die körperliche Belastung, umso mehr Fehltage

Im Durchschnitt kamen 2018 auf jedes berufstätige AOK-Mitglied in Berlin 18,6 Arbeitsunfähigkeitstage. Den Spitzenplatz mit 43,1 Fehltagen nahmen die Berufe in der Holzverarbeitung ein, gefolgt von den Bus- und Straßenbahnfahrern mit 41 Fehltagen. Diese Berufsgruppen haben hohe körperliche Arbeitsbelastungen. Im Vergleich dazu hatten Berufe im Schauspiel sowie in der Tanz- und Bewegungskunst mit lediglich 1,3 Fehltagen die niedrigste Fehlzeitenrate. Wie sehr die berufsspezifischen Anforderungen die Art der Erkrankung beeinflussen, zeigt sich beispielsweise beim Vergleich der Muskel-Skelett-Erkrankungen. Diese treten bei Berufen mit körperlich belastenden Tätigkeiten besonders häufig auf. So wiesen die Beschäftigten in der Holzverarbeitung 2018 durchschnittlich 13,3 Fehltage aufgrund dieser Diagnosegruppe auf. Über alle Berufe hinweg sind es bei den AOK-Mitgliedern hingegen nur 4,9 Fehltage. Die Krankheitsarten mit den höchsten Anteilen insgesamt an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen im Land waren Atemwegserkrankungen mit einem Anteil von 25,2 Prozent, gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 14,3 Prozent und Magen-Darm-Erkrankungen mit 8,1 Prozent.

Brandenburg mit höchstem Krankenstand in Nordost

Insgesamt ist der Krankenstand bei AOK-Nordost-versicherten Arbeitnehmern in der Bundeshauptstadt 2018 im Vergleich zum Vorjahr (5 Prozent) leicht gestiegen und liegt derzeit bei 5,1 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern stieg der Krankenstand bei den AOK-Nordost-versicherten Arbeitnehmern im vergleichbaren Zeitraum und liegt derzeit bei 6 Prozent (Vorjahr 5,8 Prozent). Auch das Land Brandenburg verzeichnete einen Anstieg um 0,3 Prozent auf aktuell 6,3 Prozent. Damit hatte das Land im Vergleichszeitraum den höchsten Krankenstand im Gebiet der Dreiländerkasse.

Gesundheitskasse berät aktiv zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

Die Fehlzeitenanalyse beleuchtet alljährlich die Situation der Arbeitnehmer in Deutschland, denn Unternehmen sind auf gesunde Beschäftigte aller Altersgruppen angewiesen. Deshalb unterstützt die AOK Nordost seit Jahren zahlreiche Unternehmen beratend und aktiv in der Betrieblichen Gesundheitsförderung. So tauschen sich bereits fast 200 Betriebe im KMU-Netzwerk „Gesundheitskompetenz für kleinere und mittlere Unternehmen“ im Nordosten aus.

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Matthias Gabriel
Pressesprecher
Tel.: 0800 265 080 – 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de