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Aktuelle GeWINO-Auswertung zu chronischem Kopfschmerz

Frauen sind mit über sieben Prozent beispielsweise fast viermal so häufig betroffen wie Männer (1,9 Prozent). Auch gibt es bei ihnen deutliche Schwankungen im Altersverlauf, während bei Männern das Alter kaum eine Rolle spielt. So steigt die Erkrankungsrate bei Frauen mit dem Alter kontinuierlich, aber moderat an. Ihren Höhepunkt erreicht sie zwischen 50 und 54 Jahren und sinkt danach wieder ab.

Frauen, Städter und Erwerbslose häufiger betroffen

Potsdam, 4. September 2018. Rund 40.000 AOK Nordost-Versicherte im Alter zwischen 18 und 67 Jahren litten 2016 unter chronischem Kopfschmerz, 18 Prozent mehr als noch 2010. Am häufigsten trat bei ihnen Migräne auf, mit deutlichem Abstand gefolgt von Spannungs- und Clusterkopfschmerz sowie arzneimittelinduziertem Kopfschmerz. Unterschiede in der Krankheitshäufigkeit zeigen sich sowohl zwischen den Geschlechtern als auch zwischen Stadt und Land sowie zwischen Berufstätigen und Erwerbslosen. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Gesundheitswissenschaftlichen Instituts Nordost der AOK Nordost (GeWINO), die unter www.gewino.de abrufbar ist.

Frauen sind mit über sieben Prozent beispielsweise fast viermal so häufig betroffen wie Männer (1,9 Prozent). Auch gibt es bei ihnen deutliche Schwankungen im Altersverlauf, während bei Männern das Alter kaum eine Rolle spielt. So steigt die Erkrankungsrate bei Frauen mit dem Alter kontinuierlich, aber moderat an. Ihren Höhepunkt erreicht sie zwischen 50 und 54 Jahren und sinkt danach wieder ab. Dr. Jan Breitkreuz, Versorgungsforscher am GeWINO, verweist in dem Zusammenhang auf Studien, die den Einfluss hormoneller Schwankungen auf Häufigkeit und Stärke von Kopfschmerzen nachgewiesen hätten.

Arbeitslosigkeit bereitet buchstäblich Kopfschmerzen

Die GeWINO-Analyse zeigt außerdem, dass Versicherte im städtischen Raum häufiger an chronischem Kopfschmerz erkranken als in ländlichen Gebieten und dass chronischer Kopfschmerz unter Arbeitssuchenden weiter verbreitet ist als unter Berufstätigen. Einen Grund hierfür sieht Breitkreuz in der negativen Auswirkung von Arbeitslosigkeit auf die psychosoziale Gesundheit: „Bei eintretender oder bestehender Arbeitslosigkeit treten vermehrt Angst-, Schlaf- und depressive Störungen auf. Unsere Zahlen zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Kopfschmerz und psychischen Komorbiditäten.“ So litt fast die Hälfte der AOK Nordost-Versicherten mit chronischem Kopfschmerz auch an einer psychischen Erkrankung wie Depression.

„Chronischer Kopfschmerz quält Betroffene oft über Tage, manchmal Wochen und Monate und kommt immer wieder. Er beeinträchtigt sämtliche Bereiche des Lebens – Arbeit, soziale Kontakte, Familie. Es überrascht somit nicht, dass chronischer Kopfschmerz auch die Seele belastet und bei entsprechender Veranlagung die Entwicklung einer depressiven Erkrankung fördern kann“, sagt Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost. Allerdings bestehe der Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und Erkrankungen der Psyche in beide Richtungen. So könne eine bestehende depressive Erkrankung auch zur Verschlechterung und Chronifizierung von Schmerzen beitragen.

Gesundheitskasse bietet Versorgungsprogramm KopfschmerzSPEZIAL

Es sei deshalb wichtig, diesen Zusammenhang auch bei der Entwicklung entsprechender Versorgungsprogramme zu berücksichtigen: „Für unsere Versicherten mit chronischem Kopfschmerz bieten wir in Kooperation mit der Kopfschmerzambulanz der Charité das multimodale Versorgungsprogramm KopfschmerzSPEZIAL an. Dort arbeiten Neurologen, Psychologen und Physiotherapeuten eng mit dem Patienten zusammen und geben ihm Hinweise zu möglichen Ursachen und Therapiemöglichkeiten auf verschiedenen Behandlungsebenen“, so Stefanie Stoff-Ahnis. Versicherte der AOK Nordost erhalten innerhalb von maximal zehn Arbeitstagen einen Termin beim Spezialisten-Team der Charité.

AOK-Versicherte können sich direkt an die Kopfschmerzambulanz der Charité wenden unter kopfschmerz@charite.de oder 030 – 450 660168 (Mo bis Fr von 9 – 14 Uhr). Weitere Informationen zum Programm unter aok.de/nordost/kopfschmerz.

Quelle: AOK Nordost

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Matthias Gabriel
Pressesprecher
Telefon: 0800 265 080 - 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de