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Neue Software für die arztentlastende Fallmanagerin agnes zwei

agnes zwei hat jetzt eine elektronische Patientenakte

Potsdam, 01.03.2016. Eine mobile elektronische Patientenakte als Applikation auf einem Tablet-PC soll zukünftig die agnes zwei-Fachkräfte bei der Patientenbetreuung unterstützen. Die sogenannte „CuraCase“-App wurde noch im Rahmen des Kompetenzzentrums digitale Präventionsassistenz (KoPrA)* entwickelt. „CuraCase“ soll die agnes zwei vor allem im Fallmanagement unterstützen, wie zum Beispiel bei der Kontrolle der verordneten Arznei-, Hilfs- oder Heilmittel sowie bei der Koordinierung von Arztterminen. Die App hilft aber auch bei der Dokumentation anderer Tätigkeiten, wie Blutdruckmessungen, Wundkontrollen und der Überwachung der regelgerechten Medikamenteneinnahme.

„Die elektronische Patientenakte wird ab sofort vor allem den bürokratischen Aufwand für die agnes zwei-Fachkräfte eindämmen und sie damit in ihrem Alltag spürbar entlasten. Und auch Ärzte und Patienten profitieren davon: Der Arzt hat einen schnellen Zugang zu allen notwendigen medizinischen Informationen, die er für eine optimale Behandlung der Patienten benötigt“, so Pramono Supantia, Unternehmensbereichsleiter Versorgung bei der AOK Nordost.

Neben einem integrierten Kalenderbuch, in dem Termine, Besuchsprotokolle und Tageszusammenfassungen für Arztgespräche dokumentiert, und das in das Praxisverwaltungssystem übernommen werden kann, enthält die App auch eine Kontaktverwaltung. Dort können Daten von Patienten, Ärzten und Kliniken, aber auch von Apotheken, Angehörigen und Pflegestützpunkten dokumentiert und abgerufen werden. Des Weiteren können notwendige Formulare ausgefüllt und vor Ort mit einem mobilen Drucker ausgedruckt werden. Die Erstellung einer vollständigen Krankheitsanamnese, des Medikamentenplanes oder die Erfassung verschiedener Assessments, wie z. B. der Sturz- oder Dekubitusprophylaxe, sind mit Hilfe der Software ebenfalls unproblematisch möglich.

Bei der Entwicklung der "CuraCase"-App waren die vollständige Offline-Fähigkeit, eine einfache Bedienung sowie der Datenschutz wichtige Voraussetzungen. So werden beispielsweise personenbezogene Daten auf dem Tablet verschlüsselt gespeichert. Dadurch wird gewährleistet, dass die Daten auch bei Verlust des Gerätes nicht in fremde Hände geraten.

Eine Standardisierung des Dokumentationsprozesses ermöglicht zudem eine einheitliche Auswertung der von verschiedenen Fachkräften aufgenommenen Daten. Die Überführung der Software in den Versorgungsalltag sowie den Support und den Service wird die Curamatik UG, eine Ausgründung der TU Berlin, übernehmen.
 

*Das „Kompetenzzentrum für digitale PräventionsAssistenz“ (KoPrA) wurde 2010 gegründet. In dem auf fünf Jahre begrenzten Projekt entwickelten die Partner DAI-Labor, AOK Nordost und AOK Bundesverband  unter anderem unterstützende Systeme für Fallmanager mit dem Ziel, mit moderner Technik die Koordination von Behandlung und Versorgungsangeboten zu erleichtern.