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600 Millionen Euro zusätzlich für die Pflege in Nordost

Das Bundesministerium für Gesundheit rechnet damit, dass durch die Pflegereform die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland in den kommenden Jahren um 500.000 von derzeit 2,8 Millionen auf 3,3 Millionen steigt.

Pflegereform 2017

Potsdam, 15. Dezember 2016. Rund 600 Millionen Euro zusätzlich für die Pflege plant die AOK Nordost für das kommende Jahr. Damit sollen die Mehrausgaben durch die ab 1. Januar 2017 greifende Pflegereform (Pflegestärkungsgesetz II) finanziert werden. Statt der bisher drei Pflegestufen gelten ab Januar fünf Pflegegrade. Gleichzeitig tritt mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ein neues Verfahren zur Begutachtung in Kraft. Damit sollen vor allem die rund 1,5 Millionen demenzkranken Menschen in Deutschland den körperlich eingeschränkten Pflegebedürftigen gleichgestellt werden. Das Bundesministerium für Gesundheit rechnet damit, dass durch die Pflegereform die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland in den kommenden Jahren um 500.000 von derzeit 2,8 Millionen auf 3,3 Millionen steigt. Seit dieser Woche verschickt die Gesundheitskasse rund 175.000 persönliche Informationsschreiben, so dass jeder Pflegeversicherte der AOK Nordost in den kommenden Tagen erfährt, in welchen Pflegegrad er zum 1. Januar wechselt.

Frank Michalak

„Mit den Mehrausgaben von rund 600 Millionen Euro werden die finanziellen Grundlagen geschaffen, damit die rund 175.000 Pflegebedürftigen der AOK Nordost die Hilfe und Unterstützung erhalten, die sie im Alltag dringend brauchen“, sagt Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der Gesundheitskasse. „Hier stehen auch die Leistungserbringer in der Pflicht, durch diese Mehrausgaben die Standards der Pflegequalität zu sichern und die professionellen Pfleger tarifgerecht und angemessen zu bezahlen. Denn für eine gute Pflege sind zufriedene Mitarbeiter Voraussetzung. Daher wird sich die AOK Nordost auch weiterhin in den Vergütungsverhandlungen mit den Pflegeunternehmen und deren Verbänden dafür einsetzen, dass in Verträgen Tarifgerechtigkeit zugesichert wird“, so Michalak weiter.

Um die Mehrausgaben durch die Pflegereform zu finanzieren, wird der Beitragssatz der Pflegeversicherung ab 1. Januar 2017 um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Dadurch sollen laut dem Bundesministerium für Gesundheit jährlich etwa fünf Milliarden Euro mehr für Pflegeleistungen zur Verfügung stehen.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de