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Coronavirus-Test: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Ein Coronavirus-Test wird durchgeführt, um den Erreger SARS-CoV-2 zuverlässig nachzuweisen. Wer getestet wird, wie der Test abläuft und welche Kosten die AOK übernimmt.

Wer wird auf COVID-19 getestet?

Wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, rufen Sie bitte in Ihrer Hausarztpraxis an. Gehen Sie nicht persönlich in die Praxis.  

Der Hausarzt entscheidet am Telefon anhand Ihrer Krankheitsanzeichen wie beispielsweise trockenem Husten oder Fieber, ob ein Coronavirus-Test durchgeführt wird.

Die Nationale Teststrategie ist beim Robert Koch-Institut einsehbar. 

Ein Test ist für folgende Personengruppen sinnvoll:

  • Personen, die unter COVID-19-Symptomen oder akuten respiratorischen (die Atemwege betreffenden) Symptomen leiden
  • Personen, die sich in einem Coronavirus-Risikogebiet aufgehalten haben (über 50 Infizierte auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen)
  • Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen oder aus einem Auslandsurlaub zurückkehren
  • Personen, die Kontakt zu einem mit dem Coronavirus Infizierten hatten (zum Beispiel bei einem 15-minütigen Gespräch, im selben Haushalt) oder die den Hinweis „erhöhtes Risiko“ über die Corona-Warn-App erhalten haben
  • Personen, bei denen das Gesundheitsamt eine Testung veranlasst, beispielsweise:
    • nach Ausbrüchen in Schulen, Kitas, Arztpraxen (Testung der Allgemeinbevölkerung)
    • nach Ausbrüchen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen (Testung von Personal, Bewohnern und Besuchern)
    • vor geplanten ambulanten Operationen, im Hinblick auf die epidemiologische Lage

Der AOK-Arztnavigator hilft Ihnen, einen Arzt in Ihrer Nähe zu finden. 

Sollte dieser nicht erreichbar sein, rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 an.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums .

Wie funktioniert der Coronavirus-Test?

Beim Coronavirus-Test werden Proben aus den Atemwegen entnommen. Zur Probenentnahme verwendet der Arzt oder der Patient (beim Einsatz eines Test-Kits für die Selbstanwendung zuhause) geeignete Tupfer.

In der Regel wird ein Abstrich von der Nasen-Rachenwand oder der Rachenwand entnommen. Weitere Möglichkeiten der Probengewinnung sind Hustenauswurf, Spülungen der tiefen Atemwege (eine sogenannte Bronchoalveoläre Lavage) und die Entnahme von Trachealsekret.

Das Entnahmebesteck (Tupfer) muss anschließend unter Beachtung aller Vorschriften (werden bei Test-Kits mitgeliefert) sicher in Probenbehältern verschlossen werden.  

Daraufhin werden die Proben in ein Labor versendet, wo sie schnellstmöglich analysiert werden. Die Ergebnisse erhält Ihr Arzt. Er wird Sie darüber informieren.

Weitere Informationen zur Testung finden Sie beim Robert Koch-Institut .

Bitte beachten Sie: Antikörpertests werden bislang nur ergänzend eingesetzt.

Wo wird der Coronavirus-Test durchgeführt?

Ein Test auf den Erreger SARS-CoV-2 kann mittlerweile vielerorts durchgeführt werden. So gibt es Testmöglichkeiten in diversen Kliniken, ambulanten Testzentren und in vereinzelten Hausarztpraxen sowie in Flughäfen und Bahnhöfen. Vielerorts führt das Gesundheitsamt mobile Tests bei Betroffenen zuhause durch. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Proben selbst zuhause mit einem Test-Kit zu entnehmen, nachdem ein Arzt einen begründeten Corona-Verdacht festgestellt hat.

Grundsätzlich kann Ihr Gesundheitsamt oder Ihr Hausarzt Ihnen mitteilen, wo Sie sich testen lassen können. Hier finden Sie das für Sie zuständige Gesundheitsamt.

Übernimmt die AOK die Kosten für den Coronavirus-Test?

Die AOK übernimmt die Kosten für einen Coronavirus-Test, wenn ein kassenärztlich zugelassener Arzt den Test verordnet hat. AOK-Versicherten entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Coronavirus-Test nach Warnhinweis per App

Wenn Sie einen Warnhinweis der Corona-Warn-App erhalten, besteht ein erhöhtes Risiko der Ansteckung mit dem Coronavirus. Höchstwahrscheinlich befanden Sie sich über längere Zeit in der Nähe einer Person, die mit dem Coronavirus infiziert ist. Selbstverständlich haben Sie dann einen Anspruch darauf, sich bei einem Arzt auf das Coronavirus testen zu lassen. Die AOK übernimmt in einem solchen Fall ebenfalls die Kosten für den Test.

Testverfahren für Einreisende und Reiserückkehrer

Personen, die aus einem Nicht-Risikogebiet nach Deutschland einreisen oder von dort aus dem Urlaub zurückkehren, können sich innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise freiwillig auf das Coronavirus testen lassen.

Wer dagegen aus einem Risikogebiet nach Deutschland ein- oder zurückreist, ist zum Coronavirus-Test verpflichtet. Die Betroffenen haben den Test dann innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise oder innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise durchführen zu lassen. Sowohl die Teilnahme am Test als auch das Testergebnis sind dem Gesundheitsamt rechtzeitig nachzuweisen.

Die Kosten werden für alle Einreisenden im Rahmen der Testverordnung des Bundes übernommen.

Eine Liste der aktuell als Risikogebiet eingestuften Länder und Regionen führt das Robert Koch-Institut.

Weitere Informationen über das Testverfahren bei der Einreise erhalten Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Wann erhalte ich ein Testergebnis?

Von der Probenentnahme bis zur Mitteilung des Testergebnisses können mehrere Tage vergehen – das ist abhängig von der Auslastung in den Laboren und der Transportzeit. In der Regel erhalten Sie das Testresultat in zwei bis fünf Tagen.

Was bedeutet es, wenn der Coronavirus-Test positiv ausfällt?

Fällt der Coronavirus-Test positiv aus, liegt eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit vor. In diesem Fall ordnet das zuständige Gesundheitsamt Quarantäne an.

Wie sicher sind die Testverfahren? Was ist von „Coronavirus Schnelltests“ zu halten?

Insgesamt gilt das Testverfahren für den Coronavirus-Nachweis als sehr sicher. Dennoch kann wie bei jedem Test auch etwas fehlerhaft sein, zum Beispiel durch nicht richtige Anwendung oder wenn nicht genug „virales Erbgut“ des Erregers nachweisbar ist. 

Sogenannte Schnelltests sind in der Regel Antikörper-Bluttests. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, da die Tests eine „falsche“ Sicherheit vermitteln können. Ein negatives Ergebnis bedeutet bei diesem Testverfahren – auch bei korrekter Handhabung – nicht, dass keine Infektion vorliegt.

Vorsicht auch bei Angeboten von Tests aus dem Internet. Dort gibt es viele Anbieter, die mit nicht zuverlässigen Tests schnell Geld verdienen wollen. Bitte kaufen Sie diese Tests nicht. Sie können keine Aussage darüber treffen, ob Sie mit dem Coronavirus infiziert sind oder nicht.

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