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Tipp für Studenten: Neuer Mindestlohn muss zur Familienversicherung passen

23.03.2015

Die Einführung des allgemeinen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde hat auch Auswirkungen für Studenten, wenn sie über die Eltern krankenversichert sind und nebenbei arbeiten gehen: Das eigene Einkommen darf nämlich für die beitragsfreie Familienversicherung nicht zu hoch sein.

Wenn ein bisher niedrigerer Stundenverdienst dank Mindestlohn angehoben wird, ohne dass gleichzeitig die Stundenzahl sinkt, ist zwar der Verdienst unter dem Strich höher ? aber die Familienversicherung könnte in Gefahr sein. Eventuell muss der Student dann eine eigene Krankenversicherung für aktuell rund 80 Euro im Monat abschließen.

Zur Verdeutlichung einige der häufigsten Beispielfälle: In einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, einem „Minijob“, dürfen Studenten ein Monats­einkommen bis zu 450 Euro erzielen, um noch familienversichert zu bleiben; das entspricht bei 8,50 Euro Mindestlohn knapp 53 Arbeitsstunden. Außerhalb eines Minijobs liegt die Hinzuverdienstgrenze bei 405,00 Euro monatlich (47,65 Arbeitsstunden). So genannte Werkstudenten können bis zu 488,33 Euro monatlich verdienen, weil ihnen der Gesetzgeber einen Werbungskostenpauschbetrag von 1000 Euro pro Jahr oder 83,33 Euro im Monat zugesteht. Ihre Arbeitszeit darf also 57,45 Arbeitsstunden nicht übersteigen – und entsprechend weniger, wenn sie ohnehin mehr pro Stunde verdienen.

Um einen Ausschluss aus der Familienversicherung zu vermeiden, sollten sich Studenten also gut informieren. Dafür steht die AOK Niedersachsen mit eigener Studenten-Betreuung an den Standorten Hannover, Göttingen, Osnabrück, Oldenburg und Braunschweig jeweils in Campusnähe zur Verfügung. Telefonisch sind die Experten unter 0800-0265637 zu erreichen oder im Internet unter www.aok-niedersachen.de. Alternativer Zugang: per Facebook unter https://de-de.facebook.com/aok.de.