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Start in die Motorrad-Saison: Konditionstraining – der eigenen Sicherheit zuliebe

27.03.2015

Motorradfahren kann ganzen Körpereinsatz fordern. Genau wie vor der Skisaison empfiehlt sich daher auch bei dieser körperbetonten Art der Fortbewegung ein Training von Koordination, Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft, bevor es zu ausgedehnten Touren auf Landstraße, Autobahn oder ins Gelände geht.

Ein Motorrad mit 200 Kilogramm und mehr zu rangieren und auf den Hauptständer zu heben, über Stunden dem zerrenden Fahrtwind zu widerstehen oder, im Ernstfall, eine umgekippte Maschine wieder mit Muskelkraft aufzurichten – dazu braucht es eine gewisse Kondi­tion, zumal die zahlenmäßig stärksten Fahrergruppen bereits um die 50 Lebensjahre „auf dem Tacho“ haben, so die Statistiken des Kraftfahrtbundesamtes.

Kraft sollten vor allem Bauch- und Rückenmuskeln für die Körperspannung sowie die Arme für das Halten, Lenken und Manövrieren des Motorrades haben. Beim Bremsen zum Beispiel müssen die Armstrecker das ganze Gewicht des nach vorn drängenden Oberkörpers halten. Allerdings darf auch die Beweglichkeit nicht zu kurz kommen; hilfreich sind hier einfache Dehnübungen.

Eine wichtige Rolle bei den komplexen Abläufen des Motorradfahrens spielen Koordination und Gleichgewichtssinn. Balanceübungen, etwa Kniebeugen oder Einbeinstand mit kreisenden Armen, auf instabilem Untergrund (Matratze, weicher Sandboden) ausgeführt, trainieren die hierfür wichtige Tiefenmuskulatur.

Unabdingbare Voraussetzung für die körperlichen und geistigen Leistungen auf der Maschine ist eine angemessene Ernährung. Bei kühler Frühlingswitterung braucht der Körper die Kalorien allein schon zum Warmhalten ? kalte Muskeln funktionieren schlecht und sind verletzungsanfällig. Kohlenhydrate wie Vollkornbrot und Haferflocken/Müsli liefern Energie über einen längeren Zeitraum, Eiweiß brauchen die hoch beanspruchten Muskeln zur Regeneration. Im Sommer ist besonders der Flüssigkeitsbedarf erhöht; Konzentration und Kraftausdauer hängen von einer ausreichenden Zufuhr ab. Wasser und Tee gehen immer, Fruchtsaftschorlen und alkoholfreies Bier liefern zusätzlich noch Mineralstoffe.