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Selbsthilfe-Förderung: Familien im Fokus

03.03.2015

Die Selbsthilfe-Bewegung in Niedersachsen orientiert sich zunehmend stärker an den Bedürfnissen von Familien, so die Erfahrung der AOK: Jedes zweite der über 900 Projekte, die die Krankenkasse 2014 bewilligt hat, war bereits diesem Gedanken verpflichtet. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil erst bei einem Drittel gelegen.

Die AOK begrüßt diese Entwicklung, denn letztendlich gilt: Niemand ist alleine krank. Häufig brauchen Kinder, Ehepartner oder Angehörige von Betroffenen oder auch die Geschwister von kranken Kindern mehr Unterstützung, als sie im normalen Medizinbetrieb erhalten. Daher versucht die AOK seit einigen Jahren erfolgreich, die Selbsthilfebewegung für den Umstand zu sensibilisieren, dass bei einer chronischen Erkrankung oder Behinderung eines Familienmitglieds die ganze Familie belastet ist. Der Vorstoß geht ebenso in Richtung der Ärzte und Therapeuten, die ihre Patienten und Klienten verstärkt auf Angebote der Selbsthilfe hinweisen sollen.

Bei der AOK sind mittlerweile 16 Fachkräfte hauptamtlich für die Selbsthilfe-Förde­rung zuständig. Sie begleiten Interessierte engagiert durch den Prozess der Antragstellung. Nicht abgerufene Gelder werden zwar ins nächste Jahr übertragen, sie gehen also nicht verloren. Aber Sinn und Zweck ist ja, damit Gutes zu tun und den Bedarf an psychosozialer und sozialfachlicher Unterstützung zu decken. Daher sollten Förderanträge für 2015 möglichst zügig gestellt werden.

Im Selbsthilfe-Fördertopf der AOK waren 2014 fast 642.000 Euro. Die meisten Förderungen, 211 an der Zahl, entfielen auf den Bereich Suchterkrankungen, 120 betrafen Krankheiten des Nervensystems. 86 erfolgreiche Förderanträge kamen Menschen mit Krebs und ihren Angehörigen zugute.