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Projekt "Leben in Balance" stärkt Gesundheit der Heimbewohner | Fotoausstellung in Celle

Das CMS Pflegewohnstift Franz-Guizetti-Park in Celle präsentiert in einer emotionalen Fotoausstellung, dass Alter wahrlich nicht vor Torheit schützt. Porträts und Motive, gestaltet von der Celler Fotografin Heike Rössing und dem Betreuungsteam des Franz-Guizetti-Parks unter der Leitung von Ina Penschinski, zeigen humor- und stilvoll die Bewohner aus dem Pflegeheim und dem betreuten Wohnen in einer lebhaften Sommerkulisse ihres Wohnumfeldes.

Das Präventionsprojekt mit dem Titel „Leben in Balance“ wird von der AOK Niedersachsen und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) mit 10.000 Euro gefördert. Ziel dieser von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen (LVG&AFS Niedersachsen e.V.) konzeptionell unterstützten Initiative ist, die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv und mitentscheidend an der Gestaltung ihres Alltages zu beteiligen, sodass diese Selbstwirksamkeit erfahren und soziale Teilhabe erleben.

Heiger Scholz, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, hat für das Projekt die Schirmherrschaft übernommen: „Das seelische Wohlbefinden spielt eine große Rolle für die Gesundheit und für die Lebensqualität. Deshalb ist es so wichtig, präventiv tätig zu werden. Das Programm „Leben in Balance“ trägt dazu bei, die psychosoziale Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten und zu verbessen. Mein Dank gilt der AOK Niedersachsen und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau für die Förderung dieses beispielhaften Programms.“

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, hob die positiven Effekte des kreativ-motivierenden Projektes hervor: „Mit gemeinschaftlichen Aktivitäten schaffen wir einen Rahmen, um psychischen Belastungen der Heimbewohner entgegenzuwirken und gleichzeitig ihre Resilienz zu stärken. Denn wer Freude empfindet, dem geht es besser und ist auch gesünder. Niedersachsenweit unterstützen wir auf Grundlage unseres Konzeptes ‚Leben in Balance‘ bereits neun Projekte in teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen, die Impulse für eine nachhaltige Gestaltung von gesundheitsförderlichen Lebensbedingungen setzen.

Detlef Hinz, Leiter des Landesverbandsbereichs Niedersachsen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau: „Unser Ziel ist, die Angebote für Prävention und damit auch für eine gesundheitliche Chancengleichheit insbesondere im ländlichen Raum auszubauen. Dies wird uns nur gelingen, wenn man – wie in diesem Präventionsprojekt – gut vernetzte und akzeptierte Partner hat. Gerne möchten wir belegen, dass auch im Pflegeheim die Prävention ein höchst sinnvolles und sinnstiftendes Element darstellt.“

Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.: „Uns ist es wichtig, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gäste partizipativ an den Projekten beteiligt werden. Sie sind Expertinnen und Experten ihrer eigenen Gesundheit und daher von der Planung, über die Umsetzung bis zur Reflexion von Projekten gleichberechtigt zu beteiligen. Nur dann kann gewährleistet werden, dass die Angebote auch den Vorstellungen und Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gästen entsprechen. Wir sollten uns bewusst werden, dass auch Menschen, die nicht in der Lage sind, sich verbal zu äußern, ihren Alltag mitgestalten können. Es gibt viele Wege der Partizipation.“

Bereits im Frühjahr 2019 hat das Celler Pflegewohnstift selbstgemalte Bilder der Bewohner ausgestellt. In Vorbereitung befindet sich die nächste Aktivität mit dem Titel „Alter schützt vor Schönheit nicht“, bei dem geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialen Betreuung die Bewohner mit Wellnessangeboten verwöhnen werden. „Mit außergewöhnlichen Aktionen möchten wir unseren Bewohnern vor allem Lebensfreude trotz körperlicher und kognitiver Einschränkungen schenken und gleichzeitig Wertschätzung entgegenbringen“, erklärten Einrichtungsleiter Günter Weber und Pflegedienstleiterin Heike Otto bei der feierlichen Vernissage. Mit unterschiedlichen Kunstprojekten sammelte das Pflegewohnstift in den vergangenen Jahren bereits gute Erfahrungen und fand stets einen Weg, die heterogene Gruppe aus sehr selbständigen Bewohnern bis hin zu pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen zu integrieren. „Eine schwer depressive und körperlich eingeschränkte Bewohnerin, die uns täglich erzählte, ihr Mann sei gerade verstorben und deren Schmerzen wir nicht in den Griff bekamen, richtete sich plötzlich selbständig auf, als wir ihr einen extravaganten Hut auf den Kopf setzten und ihr ein elegantes Kleid überstreiften. Sie strahlte uns an, wie wir sie nie vorher erlebt hatten“, berichtete Heike Otto.

Mehr Infos: https://www.gesundheit-nds.de/index.php/leben-in-balance