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Gesunde Zähne für Ihr Kind

Zahnpflege beginnt bereits mit dem ersten Milchzahn. Denn gesunde Milchzähne sind entscheidend für die spätere Zahngesundheit. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Zahnpflege bei Babys, Kleinkindern und Schulkindern achten sollten.

Die richtige Zahnpflege für jedes Alter

Milchzähne fallen ohnehin aus, Zähneputzen ist daher nicht so wichtig? Ein großer Irrtum! Starten Sie unbedingt mit dem ersten Zähnchen Ihres Kindes mit der Zahnpflege. Der Grund: Kariöse Milchzähne schädigen die bleibenden Zähne. Zudem sind die Milchzähne die Platzhalter für die bleibenden Zähne. Fallen die Milchzähne zu früh aus, fehlt den anderen Zähnen der Platz zum Durchbrechen und es kann zu Störungen in der Gebissentwicklung kommen.

Sobald die Milchzähne durch das Zahnfleisch stoßen, setzen sich Bakterien auf ihnen fest. Da der Hartsubstanzmantel im Vergleich zu den bleibenden Zähnen relativ dünn ist, sind Milchzähne besonders kariesgefährdet. Ab diesem Zeitpunkt sollten Eltern einmal täglich, am bestens abends, die Zähne ihres Kindes putzen. Dazu reichen eine Kinderzahnbürste und ein Hauch Kinderzahnpasta aus.

Mutter putzt ihrer Tochter die Zähne

Spätestens im Alter von zwei Jahren ist täglich zweimal Putzen mit einer fluoridhaltigen Kinderzahncreme angesagt. Kann Ihr Kind schon selbst eine Zahnbürste benutzen, erklären Sie ihm spielerisch den Gebrauch und motivieren es so zum morgendlichen und abendlichen Putzen. Mit lustigen Zahnbürsten und Zahnpastatuben können Sie helfen, dass die Pflege der Kinderzähne ein normaler Teil des Tagesablaufes wird. Sie sollten allerdings den Putzerfolg kontrollieren und nachputzen. Am besten, Sie putzen in der Familie gemeinsam Ihre Zähne.

Beim Zahnarzt: Im Alter von etwa 30 Monaten steht die erste zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung (FU 1) an. Die FU 2 und die FU 3 sollten jeweils im Abstand von mindestens zwölf Monaten erfolgen.

Ab dem Schulalter kann ihr Kind zusätzlich Zahnseide und Fluoridgel zur Zahnpflege benutzen. Achten Sie darauf, dass Sie Mundspülungen ohne Alkohol verwenden. Eltern sollten dennoch das Putzergebnis überprüfen und bei jüngeren Schulkindern gegebenenfalls nachputzen. Kariesbakterien haben in den ausgeprägten Fissuren auf den Backenzähnen ein leichtes Spiel. Außerdem bilden sich im Wechselgebiss Nischen und Lücken, in denen sich Speisereste sammeln können.

Beim Zahnarzt: Ihr Kind sollte nun einmal pro Halbjahr zum Zahnarzt gehen. Neben der Kontrolle und eventueller Beseitigung von Karies steht die Individualprophylaxe im Mittelpunkt. Sie richtet sich an alle Versicherten zwischen dem 6. und 18. Lebensjahr: Dabei erklärt der Zahnarzt die richtige Putztechnik und übt sie mit dem Kind. Zur Kontrolle dienen Färbemittel, die anzeigen, wo die Zahnbürste nicht hingekommen ist. Die Vertiefungen auf der Kaufläche der neuen Backenzähne, die Fissuren, können mit Kunststoff versiegelt werden, um sie vor Karies zu schützen. Um den Zahnschmelz auszuhärten, trägt der Zahnarzt ein Fluoridgel oder -lack auf die Zähne auf.

Zähne putzen mit der KAI-Plus-Methode

Die richtige Putztechnik, die KAI-Plus-Methode, sollte von Anfang an geübt werden:

K für Kauflächen: Die Zahnbürste wischt wie ein Schrubber hin und her.

A für Außenflächen: Die Zähne aufeinanderstellen und dann alle Außenflächen mit kleinen Kreisen bürsten.

I für Innenflächen: Zahn für Zahn werden alle Innenflächen von Rot nach Weiß – vom Zahnfleisch zur Zahnkrone – gereinigt.

Plus: Eltern sollten die Zähne immer nachputzen, mindestens bis zum Schulalter. Erst wenn ein Kind flüssig Schreibschrift schreiben kann, ist es feinmotorisch weit genug entwickelt, um auch selbstständig seine Zähne putzen zu können.

Zahnwechsel und schiefe Zähne

Bis zum Alter von zwei bis drei Jahren ist das Milchgebiss komplett. Ab dem sechsten Lebensjahr kommen die ersten bleibenden Zähne. Mit dem achten oder neunten Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel im Seitenzahnbereich. Dabei können die Zähne auch schief wachsen. Keine Sorge, der Zahnarzt beobachtet das genau und überweist Ihr Kind zum Kieferorthopäden, wenn er Korrekturen für erforderlich hält.

Mit einer Zahnspange wird intensive Mundhygiene noch wichtiger. Denn vor allem festsitzende Zahnspangen bieten Kariesbakterien zusätzliche Angriffsfläche, da die Nischen unter den Drähten für die Zahnbürste schlecht erreichbar sind. Hier sind kleine Interdentalraumbürsten die perfekte Ergänzung zur Zahnpflege. Der Kieferorthopäde zeigt, wie Sie diese genau einsetzen.

Sechs Dinge, die Eltern über Zahnpflege bei Kindern wissen sollten

  • Babys kommen ohne Karies auslösende Keime auf die Welt. Sie werden ihnen oft ungewollt von den Müttern übertragen. Zum Beispiel, wenn die Mutter den heruntergefallenen Nuckel fürsorglich ableckt, weil kein Wasser in der Nähe ist, oder wenn sie die Babynahrung vom gleichen Löffel probiert. Die Keime aus dem Speichel der Mutter gelangen auf diesem Weg in den Mund des Babys.
  • Süßes Dauernuckeln fördert die Entstehung von Karies. Beim Dauernuckeln umspülen zuckerhaltige Getränke die Milchzähne und schaffen ideale Bedingungen für die Zerstörung der vorderen Milchzähne. Eltern sollten deshalb ihrem Kind die Flasche nur mit ungesüßtem Tee oder Wasser zum selbstständigen Trinken überlassen. Zucker- oder säurehaltige Getränke lassen sich nicht völlig vermeiden. Reichen Sie diese idealerweise so früh wie möglich aus dem Becher.
  • Jeder weiß: Zucker ist der größte Feind der Zähne. Doch niemand muss deshalb seinem Kind Süßigkeiten verbieten. Tipp: Lieber einmal am Tag naschen lassen als mehrmals über den Tag verteilt.
  • Zahnbürsten für Kinder sind auf die Bedürfnisse der Kleinen angepasst. Kleinkinderbürsten haben besonders weiche Borsten und einen kleinen Bürstenkopf. Für Kinder im „Wackelzahnalter“ ab etwa fünf Jahren gibt es Bürsten, die das Putzen zwischen Milchzähnen, Zahnlücken und bleibenden Zähnen erleichtern.
  • Zahncreme ist nicht gleich Zahncreme. Kinderzahncreme sollte Fluorid enthalten, aber in einer altersgerechten Dosis. Für Kinder unter sechs Jahren gilt ein Fluoridgehalt von 500 ppm als geeignet, ab sechs Jahren 1.000 bis 1.500 ppm.
  • Fluor in der Zahnpasta oder Fluoridtabletten? Fluorid ist auch bei den Allerjüngsten unverzichtbar zur Kariesvorsorge. Zahnärzte empfehlen daher fluoridhaltige Zahnpasta schon ab dem ersten Milchzahn, möglichst ohne Fruchtgeschmack. Kinderärzte raten hingegen bei Säuglingen und Kleinkindern oft zu Fluoridtabletten. Lassen sie sich im Zweifelsfall von Ihrem Arzt beraten. Eine leichte Überdosierung mit Fluorid ist zwar meist gesundheitlich unbedenklich, kann aber zu weißen Flecken im Zahnschmelz führen.

Zähneputzen mit Jolinchen

Regelmäßig Zähneputzen von Anfang an – das ist die wichtigste Voraussetzung für schöne und gesunde Zähne. Jolinchen, das Drachenkind von der AOK, zeigt Kindern, worauf es bei der Zahnpflege ankommt.

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