Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Niedersachsen
Ort/Kasse korrigieren
Servicezentren werden geladen ...

AOK weitet Gesundheitsmanagement für Pflegeeinrichtungen aus

Gezielte Beratungsangebote für die Pflegebranche | Höherer Beitragsbonus

Der Pflegeberuf ist körperlich und seelisch anstrengend, zugleich steigt der Pflegebedarf in einer alternden Gesellschaft. Die Fluktuation der Beschäftigten in Pflegeheimen und -diensten ist entsprechend hoch, vielerorts werden Fachkräfte gesucht. Um die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern, bietet die AOK Niedersachsen jetzt speziell zugeschnittene Beratungsmodule an. Unter dem Titel „Gesunde Pflegeeinrichtungen“ soll es zukünftig leichter und einfacher werden, betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) in der Pflegebranche zu etablieren. Die AOK baut auf konkrete Erfahrungen aus einem vierjährigen Projekt, unterstützt durch das niedersächsische Sozialministerium. Fast 2000 Pflegekräfte aus 20 Betrieben konnten in diesem Zeitraum bereits profitieren.

„Wir können gar nicht genug Anstrengungen unternehmen, um Pflegekräfte zu stärken“, erklärte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt beim Besuch des Pflegeheims in Badenstedt, wo sie auch das Gespräch mit Beschäftigten und Pflegebedürftigen suchte: „Ihr Beruf ist sehr kräftezehrend, sowohl körperlich als auch geistig; und es verwundert nicht, dass eines der größten Problem in der Pflege ist, dass einmal für den Pflegeberuf gewonnene Menschen nach ein paar Jahren ausscheiden und den Beruf wechseln. Ich bin davon überzeugt, dass ein gezielt auf Pflegekräfte ausgerichtetes Gesundheitsmanagement hier nicht nur den Gesundheitszustand der Beschäftigten verbessern kann, sondern auch deren Zufriedenheit und Verbleib im Beruf. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Menschen, die von diesen Fachkräften gepflegt werden.“ Im Pflegeheim Badenstedt – Dietrich-Kuhlmann-Haus wurde bereits 2012 ein betriebliches Gesundheitsmanagement verankert.

„Gesunde und zufriedene Pflegekräfte sorgen für eine gute Unternehmenskultur, davon profitieren auch die Pflegebedürftigen und der Arbeitgeber“, erklärt der AOK-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Peter sein Engagement. Positive Auswirkungen würden sich unter anderem bei der Mitarbeiterzufriedenheit widerspiegeln, aber auch konkret messbar durch geringere Mitarbeiterfluktuation und weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten. „In jeder Einrichtung finden sich andere Ausgangsvoraussetzungen, daher gibt es kein Standardrezept. Veränderungs- und Optimierungsmaßnahmen werden gemeinsam mit den Beschäftigten und der Einrichtungsleitung erarbeitet. Das schafft zugleich die nötige Akzeptanz auf allen Seiten“, so Peter. Landesweit setzt die AOK 23 geschulte Berater in Pflegeeinrichtungen ein.

Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet nach Erfahrung der AOK stets eine Gesamtschau auf das Unternehmen. Es gehe also gerade nicht nur um das Gesundheitsverhalten der einzelnen Beschäftigten, zum Beispiel einen rückengerechten Umgang mit Patienten oder gesunde Ernährung und Entspannung. Vielmehr stünden Organisationsprozesse, Betriebsklima, Führungsverhalten und interne Kommunikation im Fokus. „Wertschätzung, Gerechtigkeit und Fairness am Arbeitsplatz wirken sich direkt positiv auf den Krankenstand und die Dauer von Erkrankungen aus“, betont Peter.

Eine nachweislich erfolgreiche Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen lohnt sich für die Pflegebetriebe doppelt: Die AOK Niedersachsen hat ihre Bonusregelung aufgestockt, um einen zusätzlichen Anreiz zu mehr Gesundheit zu schaffen. Sie zahlt zukünftig für drei Jahre eine jährliche Prämie von 200 Euro je AOK-versicherten Beschäftigten aus, die sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen.