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Die häufigsten Fragen rund um den ersten Brei

Der erste Brei steht für Ihr Baby üblicherweise frühestens zu Beginn des fünften, spätestens mit Beginn des siebten Monats auf dem Speiseplan. Hier finden Sie die häufigsten Fragen dazu und die Antworten gleich mit.

Kind wird gefüttert mit erstem Brei – stocksy 1753414 © Studio Firma

Wie merke ich, dass mein Kind bereit für den ersten Brei ist?

Ideal ist, mindestens bis zu Beginn des fünften Monats voll zu stillen. Die in der Muttermilch enthaltenen Eiweißstoffe schützen Ihr Kind vor Infektionen wie Durchfallerkrankungen und Mittelohrentzündungen. Spätestens mit Beginn des siebten Lebensmonats benötigt das Baby jede Menge Energie und Nährstoffe. Mutter- und Säuglingsmilch reichen da auf Dauer nicht mehr aus. Viele Babys zeigen auch um den fünften Lebensmonat ganz deutlich ihr Interesse: Sie beäugen neugierig, wenn andere Menschen etwas essen. Vielleicht versucht Ihr Baby auch, Ihr Besteck zu schnappen oder darauf zu deuten, wenn Sie beim Essen sind.

Wie gewöhne ich mein Kind an die neue Babynahrung?

Viele Babys haben zunächst Probleme, die ungewohnte Kost zu essen – Mund und Zunge müssen sich erst daran gewöhnen, dass sie anders genutzt werden als beim Saugen. Als Utensilien brauchen Sie ein Breischälchen, einen schmalen flachen Plastiklöffel, ein Mus aus einem gut verträglichen Gemüse, wie beispielsweise Pastinake oder Karotte, ein Lätzchen und viel Geduld. Klappt das schon ganz gut, geben Sie als weitere Zutaten Kartoffeln und eine kleine Menge Rapsöl zu, weil es die Vitamine besser erschließt. Als letzte Zutat mischen Sie täglich einmal etwas Fleisch in einen der drei Breieportionen, die Ihr Kind dann schließlich am Tag essen wird. Eisen aus Fleisch ist für den Körper besser verfügbar als Eisen aus Gemüse oder Getreide. Ein- bis zweimal die Woche nehmen Sie statt Fleisch fettreichen Fisch, wie zum Beispiel Lachs.

Mein Kind schreit beim Breiessen. Was hat es denn?

Vielleicht ist es schon zu hungrig und daher ungeduldig. Tipp: Geben Sie ihm erst ein wenig Milch wie gewohnt, bis der schlimmste Hunger vorbei ist. Dann können Sie ihm den Brei anbieten. Wenn es ihn trotzdem immer wieder ausspuckt, hilft wieder nur Geduld. Oder probieren Sie mal eine andere Gemüsesorte. Irgendwann isst es Ihr Kind, ganz bestimmt.

Ist Gläschenkost denn auch okay?

Wenn Sie den Brei selbst kochen, entscheiden Sie, welche und wie viele Zutaten Sie verwenden. Die Zusammensetzung der Gläschenkost ist nicht immer optimal. Zutaten wie Salz, Zucker oder andere Süßungsmittel sollten Sie vermeiden, ebenso Aromastoffe und Bindemittel. Aber Gläschenkost unterliegt hierzulande sehr strengen Prüfungen auf Rückstände.

Tipp: Lesen Sie die Zutatenliste ganz genau und nehmen Sie nur die Produkte, die keine Zusatzstoffe enthalten.

Muss mein Baby zum Essen auch etwas trinken?

Trinken ist wichtig und beugt Verstopfung vor. Isst Ihr Baby drei Breie am Tag, benötigt es zusätzliche Flüssigkeit – täglich etwa 200 ml zum Stillen hinzu, nach Bedarf auch mehr. Geben Sie Ihrem Kind Mineralwasser ohne Kohlensäure, Leitungswasser, ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee. Geben Sie Ihrem Baby kein Trinkfläschchen zum Dauernuckeln, sondern gewöhnen Sie es so früh wie möglich daran, aus dem Becher zu trinken.

Wann ist die Breizeit zu Ende?

Etwa ab dem zehnten Monat haben die meisten Babys schon ein paar Zähne. Sie können Gemüse und Kartoffeln füttern, die mit der Gabel zerdrückt und nicht püriert sind. Manche Kinder knabbern auch bereits Brot und Gemüsestreifen. Nun gibt es statt Breimahlzeiten drei Hauptmahlzeiten: Der Kartoffel-Fleisch-Brei geht allmählich in normales Familienessen über. Aus der Milchmahlzeit und dem Vollmilch-Getreide-Brei werden Frühstück und Abendessen. Und als Zwischenmahlzeiten gibt’s weiches Obst und Gemüse.

Adressen, die weiterhelfen

aid infodienst

Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.

Heilsbachstraße 16

53123 Bonn

Tel.: 0228 8499-0

www.aid.de
www.was-wir-essen.de 

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Tel.: 0228 3776-600
www.dge.de

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