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Fahrkosten: Das übernimmt die AOK

Die AOK übernimmt die Fahrkosten, wenn Sie zu einer stationären Behandlung ins Krankenhaus müssen. Fahrkosten zur ambulanten Behandlung können in Ausnahmefällen erstattet werden.

Übernahme der Fahrkosten bei Behandlungen im Krankenhaus

In medizinisch begründeten Fällen erstattet die AOK Ihnen die Fahrkosten – zum Beispiel:

  • für Rettungsfahrten zum Krankenhaus,
  • bei Behandlungen, die stationär im Krankenhaus erfolgen,
  • unter gewissen Voraussetzungen auch bei Vor- und Nachuntersuchungen, die im Rahmen einer stationären Krankenhausbehandlung erforderlich sind.

Das zahlen Sie dazu

Sie zahlen pro Fahrt zehn Prozent des Fahrpreises zu, mindestens fünf und maximal zehn Euro, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten. Dabei gelten die Hin- und Rückfahrt jeweils als Einzelfahrt. Auch für Kinder und Jugendliche ist die volle Zuzahlung zu leisten.

Fahrkosten für Fahrten zu ambulanten Behandlungen

Fahrkosten für die Fahrt zu einer ambulanten Behandlung können nur in besonderen medizinischen Ausnahmefällen und nur nach vorheriger Genehmigung der AOK übernommen werden. Diese Ausnahmen sind gegeben bei:

  • Fahrten zur Dialyse oder zur Strahlen- und Chemotherapie bei Krebserkrankungen
  • Fahrten von Versicherten, die Leistungen des Pflegegrades 3 erhalten und in ihrer Mobilität dauerhaft eingeschränkt sind
  • Fahrten von Versicherten, die Leistungen der Pflegegrade 4 oder 5 erhalten.
  • Fahrten von Versicherten, die bis zum 31.12.2016 Leistungen der Pflegestufe 2 erhalten haben und ab 1.1.2017 Leistungen des Pflegegrades 3 erhalten.   
  • Fahrten von Schwerbehinderten mit folgenden Kennzeichen im Schwerbehindertenausweis: „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung), „Bl“ (blind) oder „H“ (hilflos).

Als Fahrkosten werden grundsätzlich die Kosten für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln übernommen. Benutzen Sie stattdessen ein privates Kraftfahrzeug, obwohl ein öffentliches Verkehrsmittel hätte benutzt werden können, so werden die fiktiven Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels übernommen. Können aus medizinischen Gründen öffentliche Verkehrsmittel nicht benutzt werden, muss das mit einem ärztlichen Attest bestätigt werden. In diesem Fall erstattet die AOK für eine Fahrt mit dem Pkw nach Bundesreisekostengesetz 20 Cent pro gefahrenen Kilometer. Die Kosten für eine Krankenfahrt mit einem Mietwagen oder einem Taxi werden übernommen, wenn aus medizinischen Gründen keine öffentlichen Verkehrsmittel und auch kein privates Fahrzeug genutzt werden können. Bei der Krankenbeförderung zur ambulanten Behandlung werden Hin- und Rückfahrt jeweils getrennt bewertet.

Abrechnung der Kosten mit Ihrer AOK

Für die Fahrkostenerstattung werden grundsätzlich die Fahrkarten und Fahrscheine im Original benötigt. Bei medizinisch notwendigen Fahrten mit einem Taxi- oder Mietwagenunternehmen ist für die Kostenübernahme grundsätzlich eine ärztliche Verordnung der Krankenbeförderung erforderlich. Fahrkosten zur ambulanten Behandlung können nur erstattet werden, wenn die Fahrt vorher durch Ihre AOK genehmigt wurde.

Weitere Übernahmen von Fahrkosten

Die AOK übernimmt auch die Fahrkosten für Fahrten, bei denen eine medizinische Betreuung oder die besonderen Einrichtungen eines Krankentransportwagens erforderlich sind.

Bei Fahrten zu stationären Vorsorge- und Rehabilitationskuren haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf die Übernahme der Reisekosten. Bitte informieren Sie sich vor Beginn einer solchen Maßnahme bei Ihrer AOK vor Ort.

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