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Erste Pflege-Einrichtungen erhalten AOK-Gesundheitsbonus

06.02.2014

Pflege ist ein körperlich und seelisch anstrengender Beruf, die Fluktuation in Pflegeheimen und -diensten ist entsprechend hoch. Um die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern, hat die AOK Niedersachsen ein spezielles Programm zum betrieblichen Gesundheitsmanagement gestartet, das jetzt für 23 teilnehmende Firmen erste Früchte trägt.

Das Projekt, Teil des Pflegepaktes des Niedersächsischen Sozialministeriums, ist auf vier Jahre angelegt. Ziel ist, die Belastungssituation der in der Pflege Beschäftigten systematisch und nachhaltig zu verbessern. „Gesunde, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Spaß bei der Arbeit und erzielen überdurchschnittliche Leistungen. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil“, so der Inhaber eines Pflegedienstes, der seit Anfang an dabei ist.

Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet nach Erfahrung der AOK immer eine Gesamtschau auf das Unternehmen. Es geht also gerade nicht nur um das Gesundheitsverhalten der einzelnen Beschäftigten, zum Beispiel einen rückengerechten Umgang mit Patienten oder gesunde Ernährung und Entspannung. Vielmehr stehen Organisationsprozesse, Betriebsklima, Führungsverhalten und interne Kommunikation im Fokus. „Wertschätzung, Gerechtigkeit und Fairness am Arbeitsplatz wirken sich positiv auf den Krankenstand und die Dauer von Erkrankungen aus“, weiß Dr. Michael Drupp, Leiter des AOK-Instituts für Gesundheitsconsulting.

Die Beschäftigten der Pflege-Einrichtungen sind in Workshops und Steuerkreisen am Veränderungsprozess beteiligt. Das sorgt für hohe Praxisrelevanz und Realitätsnähe bei der Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnah­men und organisatorischer Veränderungen. Der Bonus von 100 Euro je AOK-versicherten Beschäftigten fließt Arbeitnehmern und Betrieb jeweils zu gleichen Teilen zu.