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Delegationsprojekt DELIVER-CARE erfolgreich gestartet

Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen haben einen hohen Betreuungsbedarf. Nun sollen delegierbare ärztliche Leistungen durch erfahrene medizinische Fachangestellte (MFAs) in den Bereichen Rheumatologie, Dermatologie und Gastroenterologie im Rahmen einer eigenen Sprechstunde durchgeführt werden. Anfang 2020 startete dafür das vom Innovationsfonds geförderte Projekt „Delegation und Vernetzung bei chronisch-inflammatorischen Erkrankungen (DELIVER-CARE)“ unter der Leitung der Klinik für Rheumatologie und Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Ziel ist, den Bedürfnissen der betroffenen Patienten besser gerecht zu werden und zugleich Fachärzte im Versorgungsalltag zu entlasten. Damit soll auch der drohenden Unterversorgung dieses Patientenkreises entgegengewirkt werden. Langfristig soll zudem die Prozess- und Ergebnisqualität verbessert werden.

Trotz der pandemiebedingt schwierigen Lage in den Arztpraxen konnte mittlerweile eine Vielzahl an Praxen für das Projekt gewonnen werden. In Schulungen wurden die Teilnehmenden in das Projekt eingearbeitet und über die Prozesse und Projektziele informiert.

Bei einer positiven Evaluation wird dem Projekt ein hohes Umsetzungspotenzial in die Regelversorgung zugesprochen. Eine notwendige Voraussetzung für einen effizienten Transfer in die Regelversorgung ist die Implementation eines geeigneten Finanzierungsmodells, das im Rahmen des Projektes entwickelt werden soll.

Die Medizinische Hochschule Hannover führt DELIVER-CARE bundesweit durch. Partner sind neben der AOK Niedersachsen das Regionale Kooperative Rheumazentrum Niedersachsen e.V., die Leibniz Universität Hannover mit dem Center for Health Economics Research Hannover (CHERH) sowie das private Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH (inav). Das Projekt DELIVER-CARE wird aus Mitteln des Innovationsfonds über vier Jahre gefördert. Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss fördert neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und diese nachhaltig verbessern. Förderkennzeichen: 01NVF18014.

Nach einem erfolgreichen Start befinden sich die Arztpraxen bereits aktiv in der Rekrutierungsphase von Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Ergebnisse der Projektevaluation sind Ende 2023 zu erwarten.