Gesundheitsfrequenzen: Aktuelle Veranstaltung der AOK Niedersachsen

Bei der dritten Veranstaltung der „Gesundheitsfrequenzen“ geht es um die Zukunft unseres Planeten. Wir rücken in den Fokus, wie es gelingen kann, Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit zu fördern und damit auch die Grundlagen für unsere Gesundheit zu erhalten.

Das Bild zeigt den Schriftzug "Gesundheitsfrequenzen". Links neben dem Schriftzug drückt eine Frau mt ihrem Zeigefinger dem Betrachter zugewandt in einen weißen Kreis.© iStock / RyanKing999 ; Shutterstock / Here

Inhalte im Überblick

    Es ist nicht leicht, grün zu sein. – Die Herausforderung bei Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Gesundheit

    Klimakrise, Artensterben und Umweltverschmutzung gehören zu den drängendsten politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die globalen Umweltkrisen bedrohen unsere Gesundheit, und gleichzeitig könnte die nötige Transformation zur Nachhaltigkeit eine enorme Chance für die Gesundheit sein – diese Zusammenhänge rücken in letzter Zeit immer stärker in den Fokus. An der Berliner Charité wurde im Jahr 2019 die erste Professur für Klimawandel und Gesundheit an einer medizinischen Fakultät in Deutschland eingerichtet. Lehrstuhlinhaberin Frau Prof. Dr. Dr. med. Gabrysch bestätigt: „Es ist höchste Zeit, dass wir die planetaren Krisen auch als Gesundheitskrise begreifen. Es geht um unsere Lebensgrundlagen auf der Erde. Wenn wir rasch umsteuern, können wir den Klimawandel stoppen, Ökosysteme bewahren und somit die Basis sichern für die Gesundheit der Menschen und aller anderen Lebewesen.“

    Eine aktuelle Befragung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass über 75% der Menschen in Deutschland befürchten, dass Klimawandel und Umweltbelastungen die Gesundheit nachfolgender Generationen beeinträchtigen werden. Doch jeder Einzelne kann etwas bewirken. Der Kinderarzt Dr. Christoph Dembowski engagiert sich hierfür in der Praxis: „Ärztliches Handeln darf nicht mehr nur auf das Sprechzimmer beschränkt sein, sondern ist auch für den Erhalt unseres einzigartigen Planeten erforderlich. Denn unser Planet ist krank. Die Klimakrise bewirkt, dass er Fieber hat. Es droht ein Multiorganversagen. Während meiner Sprechstunden trage ich den Button von "Health for Future", um allen Patient*innen zu signalisieren: Lasst uns gemeinsam für einen gesunden Planeten eintreten und unseren Lebensstil so verändern, dass die Zukunft unsere Kinder sicherer wird.“

    Hoffnung macht, dass Klimaschutz und umweltbewusstes Verhalten gesellschaftlich immer stärker in den Mittelpunkt rücken. „Es hat sich glücklicherweise längst herumgesprochen: Klimaschutz kostet – aber Nichtstun wäre langfristig noch viel teurer“, sagt der Journalist Toralf Staud, dessen Buch „Deutschland 2050 – Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird“ im vergangenen Jahr monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. „Damit die Wende noch zu schaffen ist, muss jede und jeder Einzelne etwas am Lebensstil ändern. Aber noch wichtiger sind strukturelle Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft – und die sind nur politisch zu schaffen. Deshalb sollte niemand bei individuellen Verhaltensänderungen stehenbleiben.“

    In den Gesundheitsfrequenzen wollen wir mit Ihnen diskutieren, wie Politik, Industrie und jeder Einzelne einen Beitrag leisten und die notwendige Transformation mitgestalten kann.

    Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen: „Umwelt und Klima haben direkten Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Wir übernehmen Verantwortung: als Gesundheitskasse für unsere Versicherten - aber auch als Unternehmen und Arbeitgeber. Umwelt, Soziales und Ökonomie sind keine Widersprüche, sondern sie bedingen sich langfristig gegenseitig. Ich freue mich auf eine spannende Veranstaltung mit Ihnen und unseren Referenten!“

    Programmablauf

    Veranstaltungsdatum: 05. Mai 2022

    • Ab 17.30 Uhr: Ankunft und Erfrischung
    • 18.00 Uhr: Begrüßung durch Dr. Jürgen Peter
    • 18.15 Uhr: Keynotes und Diskussion
    • 19.30 Uhr: Get together mit kleinem Imbiss

    Referenten

    Prof. Dr. Dr. med. Sabine Gabrysch

    Das Billd zeigt Prof. Dr. Dr. med. Sabine Gabrysch. © PIK/Klemens Karkow
    Prof. Dr. Dr. med. Sabine Gabrysch

    Sabine Gabrysch ist seit 2019 Professorin für Klimawandel und Gesundheit am Institut für Public Health der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Leiterin der Forschungsabteilung Klimaresilienz am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Zu den Forschungsfeldern von Frau Gabrysch zählen Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit, vor allem aber will die Medizinerin die Wirksamkeit und den Ausbau von Win-Win-Lösungen prüfen – also Lösungen, die sowohl für die Menschen als auch für die Umwelt von Vorteil sind. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Mütter- und Kindergesundheit in Niedrigeinkommensländern, insbesondere Mangelernährung.

    Vor ihrem Wechsel zu PIK und Charité war sie Leiterin der Sektion Epidemiologie und Biostatistik und stellvertretende Leiterin des Instituts für Global Health der Universität Heidelberg. Sie promovierte in Medizin an der Universität Tübingen und in Epidemiologie an der London School of Hygiene and Tropical Medicine, und habilitierte sich in Epidemiologie an der Universität Heidelberg. Sie war u.a. im Vorstand des Heidelberg Center for the Environment und der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie und ist seit 2020 Mitglied im Beirat One Health des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Sie ist Mit-Initiatorin der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG).

    Toralf Staud

    Das Bild zeigt Toralf Staud.© Detlef Eden
    Toralf Staud

    Toralf Staud beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit einem der wohl drängendsten Zukunftsthemen: dem menschengemachten Klimawandel. Von 1998 bis 2005 war er Politikredakteur der Zeit. Seit 2005 ist er als freier Journalist sowie Autor tätig und war einer der Preisträger des Deutschen Reporterpreises. Er ist ein vielgefragter Experte, Coach und Kommentator in Hörfunk und Fernsehen.

    Dr. Christoph Dembowski

    Das Bild zeigt Dr. Christoph Dembowski.© Dr. Christoph Dembowski
    Dr. Christoph Dembowski

    Dr. Christoph Dembowski hat 26 Jahre eine Kinderarztpraxis in Rotenburg Wümme in Niedersachsen geführt. Der 65-jährige Familienvater von drei Kindern hat vor seinem Humanmedizinstudium in Antwerpen und München Germanistik und Biologie in Tübingen studiert und eine Pflegeausbildung absolviert. Seit 2019 ist er als angestellter Arzt im sozialpädiatrischen Zentrum Soltau tätig. Seit den 80er Jahren ist Dr. Dembowski politisch aktiv in der Anti-Atom-Bewegung und engagiert sich in dem Netzwerk Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) sowie bis 2019 bei dem Umsiedlungsprojekt Heimatstadt Tschernobyl in Belarus. Er ist aktives Mitglied bei KLUG und Health for Future.

    David Tollmann

    Auf dem Bild ist David Tollmann zu sehen.© AOK
    David Tollmann

    David Tollmann wurde 1988 als Sohn des Künstlers Markus Tollmann geboren. Seinen Durchbruch erzielte er auf der Art Karlsruhe 2019. Der Künstler ist mit seinen Kunstwerken seitdem in Einzel- und Gruppenausstellungen auf der ganzen Welt vertreten. Neben seiner Kunst ist David Tollmann das soziale Engagement ein Herzensanliegen. Des Weiteren unterstützt er seit Beginn der Corona-Pandemie einzelne Projekte wie „Viva con Agua“, die sich für Zugang zu Wasser in der 3. Welt einsetzen. Ihm ist es zudem wichtig, sich für Kinder und Jugendliche zu engagieren und ihnen die Kunst in vielfältigen Aktionen näherzubringen.

    Anfahrt

    Sprengel Museum Hannover
    Calder-Saal Eingang
    Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover

    Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

    U-Bahnen 1/2/4/5/6/8/10/11/17
    Haltestelle Aegidientorplatz
    (von dort circa 700 m, 10 Minuten Fußweg)

    Bus 100/200
    Haltestelle Maschsee/Sprengel Museum

    Auf dem Bild ist ein Ausschnitt einer Karte zu sehen. © AOK
    Anfahrt Karte
    Aktualisiert: 10.09.2021

    Waren diese Informationen hilfreich für Sie?

    Kontakt zu meiner AOK Niedersachsen

    Onlineportal „Meine AOK“

    Zum Onlineportal

    Online Kontakt aufnehmen

    Zum Kontaktformular