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Kein Sex in der Ehe bzw. sehr problematisch

Liebes Expertenteam ,

meine Frau und ich haben im Jahr 2008 eine eingetragene Lebensgemeinschaft eintragen lassen und 2018 die Ehe für Frau und Frau geschlossen.
Wir sind glücklich miteinander verheiratet. Nur unser Sexualleben gestaltet sich schwierig bzw.möchte meine Frau keinen Sex mehr haben. Am Anfang war es natürlich schön, das verliebt sein und mit der Zeit ließ es nach. Eigentlich ziemlich schnell. Kurz nach der Heirat in 2008 wurde es immer weniger bis nichts. Über die Jahre war das Thema schwierig. Ich versuchte immer mal wieder bei dem Thema voranzukommen. Dann hatten wir vielleicht 1x Sex im Jahr . Man war beruflich eingespannt und schob es so vor sich her. Mein Frust wurde immer größer. 
Dann Anfang letzten Jahres im Januar 2020 wollte ich nicht locker lassen und begann mit dem Thema. Ich wollte das wir reden . Meine Frau meinte sie werde darüber nachdenken und es gäbe Sex . Natürlich gab es keinen Sex und mein Frustanteil erhöhte sich . Wir versuchten zu kommunizieren über das Thema, anders als sonst . Wir lassen Lektüre und jeder überlegte wie wir da etwas anderes machen könnten. Meine Frau sagte immer sie habe keine Lust auf Sex und suchte nach Gründen. Sie meinte sie redet mit im Sommerurlaub im September 2020. Da präsentierte sie mir dann , das ich in der Vergangenheit einmal was getan hätte , was sie nicht wollte in Bezug auf Sex und das dies der Auslöser war . Ich war schockiert . Ich war Schuld ? Wir diskutieren nun über eine Lösung. Es ist auch sehr schwierig mit meiner Frau darüber zu reden. Es fällt ihr schwer. Wir einigten uns jede Woche einen Tag rauszusuchen wo wir ein Date " im Schlafzimmer " stattfindet. Wir hatten nicht gesprochen was passieren soll. Ich war natürlich ganz Erwartungsvoll und wollte natürlich Sex haben. Das ging dann von Oktober bis Dezember 2020. Es war durchwachsen . Ich freute mich auf die Dates . Meine Frau  setzte sich mehr und mehr unter Druck glaube ich . Ich musste ständig nachfragen wann es stattfindet . Im Nachhinein weiß ich jetzt , dass sie sich dazu zwang für mich . Es eskalierte dann irgendwann, weil es einfach nicht funktionierte.

Sie schrie sie kann das nicht mehr und ich müsse mir eine andere Suchen dür DAS. Wir brauchten etwas Zeit um uns zu beruhigen . Wir redeten erneut darüber. Wir lassen getrennt voneinander im Internet, um Hilfe zu finden. Meine Frau war nicht einverstanden, dass wir Hilfe von Außen holen. Sie war schon immer strikt dagegen. 
Mit mir das Gespräch suchen konnte sie nicht und schrieb mir einen Brief . Als ich die Zeilen von ihr lass , war ich sehr froh ,dass sie mich liebt , aber es brach auch eine Welt für mich zusammen. Sie schrieb das sie mich nicht verlieren möchte und mit mir alt werden möchte . Sie genießt es mit mir zu Kuscheln, aber mehr kann sie sich nicht mehr vorstellen. Sie meint erst war es Unlust , dann war es Desinteresse und Mittlerweile schnürt es ihr regelrecht den Hals zu , wenn sie an Sex denkt . Allein der Gedanke an Sex stößt sie ab. Sie ist total traurig, dass ich nicht zufrieden bin . Sie erwartet keinen Verzicht von mir und könnte verstehen, wenn ich sie verlasse . Sie möchte auch zu keinem Arzt oder Psychologen gehen . Sie sagt das ändert nichts.

Ich fühle mich wie gefangen in All dem . Es ist nicht so , dass sich mein ganzen Leben nur um Sex dreht . Nein. Ich liebe meine Frau und möchte sie nicht verlassen . Der Sex fehlt mir und ich denke immer ich verpasse die ganze Zeit etwas , weiblich keinen habe . Daraufhin hat sie mir freigestellt,  das ich mir jemanden suchen kann für NUR Sex. Der Gedanke fühlt sich komisch an, da ich ja eigentlich meine Frau möchte. Wir haben darüber gesprochen. Ich habe ihr gesagt das ich sie liebe und nicht verlassen möchte und wir nach einer Lösung schauen . Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Ich dachte nur jetzt hat sie Angst , dass ich sie verlasse . 
Wir hatten erneut gesprochen und gesagt das wir zusammen Kuscheln , weil sie es mag . Letzte Woche hatten wir dann zwei Kuschel Dates und sie wollte auch eine Rückenmassage habe n. Ich hatte sie gefragt ob sie sich es vorstellen kann , wenn ich mich selbst berühre bei unserem Kuscheln, wie so ein Sexersatz, aber mit meiner Frau . Damit war sie sofort einverstanden. Wir haben gekuschelt . Sie hat auch meinen Bussen gestreichelt und ich habe mich um mich selbst gekümmert . Es war sehr schön und auf Nachfrage von mir , hat sie auch kein Problem damit . Damit bin ich mir aber unsicher , dass sie dies evt doch wieder nur unter Zwang Macht . 
Wie soll es nun weiter gehen ?? Ich weiß keinen Rat mehr ???Ich habe meiner Frau gesagt, das ich Hier schreibe und um Hilfe bitte , weil ich der Meinung bin , dass uns nur noch ein Dritter von Außerhalb helfen kann ??

 

 

 

Hallo tedy,

wenn wir Sie richtig verstehen, dann fehlt Ihnen der intime Körperkontakt mit Ihrer Frau, also dem Menschen, den Sie am meisten lieben, und nicht die sexuelle Stimulation mit einer anderen, quasi fremden Person, oder?

Die Situation, die Sie beide erleben, ist übrigens nicht ungewöhnlich: bei vielen Paaren verschiebt sich im Laufe der Beziehung der Wunsch von sexueller Lust und Stimulation hin zum Wunsch nach Nähe und Beziehungszufriedenheit. Im idealen Falle läßt sich beides miteinander in Verbindung bringen. Grundlage ist jedoch immer eine funktionierende Beziehungsebene, in der sich beide achtsam und respektvoll begegnen. Einen "Anspruch" auf Sex gibt es nicht, keiner muss etwas müssen, muss etwas für oder mit dem anderen tun; Freiwilligkeit ist das oberste Gebot.

Sich miteinander für ein intimes Zusammensein zu verabreden, kann eine gute Sache sein. Was dann bei diesen "Dates" passiert, sollte jedoch völlig offen und erwartungsfrei bleiben, ohne Druck, ohne festgelegtes Ziel. Gerade in der zugespitzten Situation, die Sie beschreiben, kann es schnell zu einem Erwartungsdruck kommen - und das kann jegliches sich Einlassen bereits im Keim ersticken.

Wie Sie ja auch schreiben, ist es möglich, sich selber sexuell zu stimulieren, möglicherweise auch im Beisein Ihrer Partnerin. Doch auch das bedeutet: nur wenn es gewollt ist!

Wir denken allerdings auch, dass Sie beide sehr von einer Paar- und Sexualtherapie profitieren könnten. So könnten Sie beide dabei eine gemeinsame Vorstellung von Beziehung und Sexualität entwickeln und das in einem geschützten Rahmen und auf Augenhöhe. Denn letzlich geht es darum, dass Sie beide wieder Vertrauen zueinander aufbauen und sich gegenseitig angenommen fühlen können. Und wenn dann eine vorwurfsfreies Sprechen und Kommunizieren möglich wird, ist auch eine Grundlage da, sich über die gegenseitige Erfüllung der Bedürfnisse auszutauschen.

Wir hoffen Sie können Beide ein Stück weit nachvollziehen, was wir meinen. Und gerne stehen wir Ihnen bei weiteren Fragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

Vielen lieben Dank für Ihre Rückantwort. Ja es richtig, dass ich mir der intime Körperkontakt zu meiner Frau fehlt . 
Sie schreiben das es hilfreich sein könnte eine Paartherapie bzw. Sexualtherapie zu probieren. 
Nun habe ich mit meiner Frau darüber gesprochen und es käme evt. In Frage . Könnten Sie dazu noch etwas empfehlen?? 
Meine Frau würde sozusagen nur mir Zuliebe mitkommen bzw. Ist der Meinung das dies nicht viel bringt . Wäre es dann überhaupt ratsam bzw. sollte ich nur allein zu einer Therapie gehen oder macht es nur Sinn wenn wir als Paar das probieren ??
Natürlich ist mir bewusst, dass Sie mir nicht die entgültige Antwort dazu geben können . Meine Frau scheut sich zu einem " fremden" Menschen zu gehen und über diese Probleme zu sprechen . Sie ist der Meinung sie weiß nicht was sie da sagen soll . 
Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückantwort. 

Hallo "tedy",

wenn Ihre Frau bereit ist, Ihnen zuliebe zu einem ersten Kontakt zu einer Sexualberatung oder Sexualtherapie mitzukommen, dann ist das doch ein toller erster Schritt. Sie kann sich doch erst einmal in einem Kennenlerngespräch über die Möglichkeiten und den Nutzen eines solchen Angebotes in Ruhe ganz unverbindlich informieren, ohne dabei gleich Intimes preiszugeben. Nur Fakt ist auch: wenn man möchte, dass sich etwas ändert, dass etwas Neues geschieht, dann muss man sich auch darauf einstellen, neue Wege zu gehen und neue Möglichkeiten zu erkunden. Ob und wie es hilft, wird sich doch erst zeigen können, wenn Sie beide einen ersten Versuch mit professioneller Hilfe gestartet haben; alles andere bleibt Spekulation.

Empfehlen können wir Ihnen eine Therapeutensuche über die Fachgesellschaft DGSMTW - Dt. Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft. Auf der Website http://www.dgsmtw.de finden Sie unter der Rubrik "Behandler finden" eine Liste von Therapeut*Innen mit unterschiedlichen Ausrichtungen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Suche bei der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung auf deren Website http://www.dgfs.info. Dort finden Sie ebenfalls Therapeut*Innen mt ihren jeweiligen Angeboten. 

Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie jemand passenden finden - alles Gute für Sie beide!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Expertenteam der AOK

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