Weniger Darmkrebs-OPs in der Omikron-Welle

Die Darmkrebs-Operationen sind in der Omikron-Welle stark zurückgegangen, wie eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. Auch in der Infektionswelle bleibt es für die Gesundheit vor allem älterer Menschen unverändert wichtig, die Darmkrebsvorsorge in Anspruch zu nehmen.

Ein Arzt bereitet eine Darmspiegelung vor – sie ist wichtiger Bestandteil der Darmkrebsvorsorge.© iStock / romaset

Darmkrebs frühzeitig erkennen, auch in der Pandemie

Nach einer aktuellen Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ist die Anzahl der Darmkrebs-Operationen zwischen Januar und Mai 2022 gegenüber dem vorpandemischen Vergleichszeitraum im Jahr 2019 stark gesunken. Der Rückgang der Darmkrebs-Operationen beträgt 20 Prozent. Das ist laut WIdO der bislang höchste Wert aller bisherigen Pandemiewellen. Eine belegbare Erklärung für den Rückgang gibt es zwar noch nicht, aber das Institut vermutet, dass ausgebliebene Diagnostik und Früherkennung dazu führen, dass Darmkrebserkrankungen nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.

Leistungen der AOK

Darmkrebsvorsorge

Um Darmkrebs vorzubeugen, empfiehlt die AOK die regelmäßige Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge. Dabei können Vorstufen von Krebs rechtzeitig entdeckt und entfernt werden, sodass die Krebserkrankung gar nicht erst entsteht. Wann bei der AOK Versicherte zur Darmkrebsfrüherkennung Anspruch auf eine Darmspiegelung haben, erfahren Sie auf unserer Übersichtsseite zur Darmkrebsvorsorge.

Darmkrebs frühzeitig erkennen

Insgesamt weniger Fallzahlen in Krankenhäusern

Wie die Auswertung des WIdO außerdem zeigt, sind die Fallzahlen über die verschiedenen Fachbereiche der Krankenhäuser hinweg ähnlich stark gesunken wie in den letzten drei Pandemiewellen. Die Gründe für den aktuellen Rückgang sind nach Angaben des Instituts andere als in den Pandemiewellen zuvor. In der Omikron-Welle sollen vor allem infektionsbedingte Personalausfälle zum OP-Rückgang geführt haben, während zu Beginn der Corona-Krise eher gezielte Absagen erfolgten, um die stationäre Versorgung aufrechtzuhalten.

Aktualisiert: 20.09.2022

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