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Yoga: Mehr als nur gewöhnlicher Sport

Veröffentlicht am:03.07.2020

5 Minuten Lesedauer

Yoga ist eine Kombination aus Körper- und Atemübungen, die nicht gesünder für Körper und Geist sein könnten. Wir erklären Ihnen, welche Vorteile Yoga für Ihre Gesundheit hat und zeigen Ihnen leichte und effektive Übungen für zuhause.

Eine Frau macht auf einer Matte eine Yoga-Übung

© iStock / fizkes

Inhalte im Überblick

    Kinderyoga, Seniorenyoga oder Yoga speziell für Schwangere: Der Sport ist beliebter denn je und wird mittlerweile für unterschiedliche Altersgruppen angeboten. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass sich Yoga hervorragend als Entspannungsmethode eignet, die nicht nur bei Stress, sondern auch bei Rückenschmerzen und Verspannungen helfen kann.

    Ein weiterer Vorteil: Für Yoga müssen Sie nicht übermäßig sportlich oder beweglich sein. Alles was Sie brauchen ist eine Matte und wenige praktische Übungen für Zuhause.

    Was ist Yoga?

    Vor rund 2000 Jahren wurde Yoga als Teil der traditionsreichen indischen Gesundheitslehre Ayurveda entwickelt. Das Ziel von Yoga: Seele, Körper und Geist bilden eine harmonische Einheit. Eine Kombination aus speziellen Körperpositionen (Asanas), tiefen Dehnungen und Atemübungen (Pranayamas) soll dabei helfen. Eine kontrollierte Atmung ist dabei ebenso wichtig wie die körperliche Arbeit, um Stress abzubauen und sich zu entspannen. 

    Die Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper war den Erfindern der fernöstlichen Lehre bekannt. Übersetzt bedeutet Yoga passend „Verbindung“.: Wenn die Psyche leidet, kann sich das körperlich bemerkbar machen. Wohlbefinden und die Stimmung leiden dabei. Übungen im Yoga stärken Körper und Geist daher gleichermaßen.

    Yoga und seine positive Wirkung auf die Gesundheit

    Als spirituell-religiöse Praxis ins Leben gerufen, ist Yoga heute in der westlichen Welt eine der beliebtesten Methoden zum Stressabbau und zur Stärkung des Körpers. Das hat gute Gründe: Yoga sorgt gleichzeitig für Entspannung, innere Ausgeglichenheit, einen straffen Körper und eine aufrechte Haltung. 

    Yoga kann aber noch viel mehr, denn es…

    ... bringt Gelassenheit und Ruhe im Alltag.

    ... stärkt die Körperwahrnehmung und die Achtsamkeit.

    ... wirkt sich positiv auf die Schlafqualität aus.

    ... löst Verspannungen und Blockaden im Körper.

    ... steigert die seelische Ausgeglichenheit.

    ... verbessert die Konzentrationsfähigkeit.

    ... fördert die Beweglichkeit und Spannkraft des Körpers.

    ... dehnt und kräftigt die Muskeln, Sehnen und Bänder.

    ... wirkt antioxidativ und stärkt die Immunabwehr.

    Welche Leistungen bietet die AOK zu Bewegung und Fitness an?

    Die Leistungen der AOK unterscheiden sich regional. Mit der Eingabe Ihrer Postleitzahl können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und passende Leistungen Ihrer AOK anzeigen.

    Die 6 beliebtesten Yoga-Arten

    Möchte man sich für einen Yoga-Kurs anmelden, steht man vor der gar nicht mal so leichten Aufgabe, sich für einen Yoga-Stil zu entscheiden. Davon gibt es nämlich inzwischen jede Menge. Manche Yoga-Stile sind nur ein flüchtiger Trend, während sich andere in den Yoga-Studios hierzulande dauerhaft durchsetzen konnten. Dazu gehören die folgenden Yoga-Arten: 

    • Hatha-Yoga:

      So wird der klassische, körperorientierte Yoga-Stil bezeichnet. Er ist am besten für Anfänger geeignet, weil der Schwierigkeitsgrad variiert werden kann.

    • Kundalini-Yoga:

      Dieser Yoga-Stil hat sich die Steigerung der Lebensenergie auf die Fahnen geschrieben. Die Ausdauer und die Bauchatmung stehen bei diesen Übungen besonders im Fokus.

    • Vinyasa-Yoga:

      kommt dem klassischen Yoga-Flow am nächsten. Die Asanas gehen nahtlos und dynamisch ineinander über und werden von einem kontrollierten Atem begleitet. Körperliche Stärke und Entspannung stehen hier gleichermaßen im Vordergrund.

    • Yin-Yoga:

      wird überwiegend im Sitzen und im Liegen praktiziert. Es ist ein ruhiger Yoga-Stil, der eine Tiefenentspannung zum Ziel hat. Dafür sorgen Dehnungen, die Sie jeweils einige Minuten halten. Je erfahrener Sie sind, desto tiefer können Sie in die Dehnung gehen.

    • Ashtanga-Yoga:

      Dafür braucht es etwas mehr Erfahrung und eine gute körperliche Fitness. Denn Ashtanga ist intensiv und körperlich fordernd.  Die einzelnen Asanas werden jeweils fünf Atemzüge gehalten und zu einer dynamischen Abfolge verbunden.

    • Bikram-Yoga:

      Hierbei kommen Sie richtig ins Schwitzen. Das liegt nicht nur an den anspruchsvollen Übungen, sondern auch an der Trainingsumgebung. Bikram praktizieren Sie nämlich in einem 40 Grad heißen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit.

    3 effektive Yoga-Übungen für zuhause

    Eine Frau macht an einem See eine Yoga-Übung und verschränkt dabei die Arme vor Ihrer Brust
    Wer regelmäßig Yoga praktiziert, findet seine "innere Mitte", stärkt die psychische und körperliche Gesundheit gleichermaßen.

    © AOK

    Damit Sie Yoga praktizieren können, müssen Sie nicht unbedingt einen Kurs besuchen. Viele Übungen können Sie auch ganz einfach zuhause ausführen. Starten oder beenden Sie Ihren Tag mit diesen drei Übungen. Wichtig dabei: Versuchen Sie in den Übungen gleichmäßig durch die Nase bis in den Bauch ein- und auszuatmen.

    • Der Baum

      Wie es geht: 

      1. Stellen Sie sich aufrecht hin, die Arme locker hängen lassen

      2. Nun das Gewicht auf das rechte Bein verlagern und dabei das linke Bein langsam vom Boden lösen

      3. Bringen Sie das linke Bein mit der Ferse an die Innenseite Ihres rechten Oberschenkels (alternativ an den Unterschenkel)

      4. Strecken Sie Ihre Arme nach oben und bringen Sie beide Handfläche über Ihren Kopf zueinander

      5. Bleiben Sie für mindestens 30 Sekunden in dieser Position und wiederholen die Übung anschließend mit dem linken Bein

      Wofür es gut ist: Trainiert den Gleichgewichtssinn, beugt Krampfadern vor und schenkt neue Kraft

    • Der herabschauende Hund

      Wie es geht:

      1. Kommen Sie mit Ihren Knien zu Boden, der Po liegt auf den Fersen auf

      2. Stellen Sie Ihre Zehenspitzen auf und öffnen Sie die Knie hüftbreit

      3. Legen Sie Ihre Hände nach vorne auf den Boden ab und richten Sie dabei Ihren Blick nach unten, der Oberkörper ruht auf den Knien

      4. Gehen Sie nun in den Vierfüßlerstand. Heben Sie dafür Ihren Po an und halten Sie Ihren Rücken gerade. Die Finger sind weit aufgespreizt

      5. Bringen Sie sich in die Schlussposition: Heben Sie die Knie an, drücken Sie den Po nach oben und strecken Sie Ihre Beine durch.

      6. Halten Sie Ihren Kopf unten und bringen Sie ihn in einer Linie mit der Wirbelsäule

      7. Nehmen Sie einige tiefe Atemzüge und bleiben Sie mindestens 10 Sekunden in dieser Position. Anschließend noch zweimal wiederholen

      Wofür es gut ist: Fördert die Durchblutung in den Beinen, dehnt die Wirbelsäule und stärkt die Konzentrationsfähigkeit 

    • Die Kobra

      Wie es geht

      1. Legen Sie sich mit dem Bauch auf den Boden

      2. Führen Sie Ihre Beine so zusammen, dass sich Ihre Fersen berühren

      3. Stützen Sie nun Ihre Hände auf Höhe Ihres Bauchnabels ab und heben Sie dabei Ihren Kopf und Ihren Oberkörper an

      4. Achten Sie darauf, dass ihre Hände und Ellenbogen am Körper anliegen und Ihre Schultern unten sind

      5. Legen Sie den Nacken leicht in den Nacken und richten Sie Ihren Blick nach oben

      6. Halten Sie die Position mindestens 20 Sekunden und machen Sie anschließend noch zwei Wiederholungen

      Wofür es gut ist: Stärkt den Rücken, Gesäß und Arme, verbessert die Körperhaltung und wirkt befreiend  

    Sie können die einzelnen Übungen zu einem kleinen Yoga-Flow verbinden und sie morgens als Energie-Booster und abends als Entspannungsmethode nutzen. Viel Spaß dabei! 


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