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Reiseimpfung Tollwut – Was gibt es zu beachten?

Rabies-(Tollwut)Impfstoff, der von einem Mediziner vorbereitet wird
Lesezeit: 2 MinutenAktualisiert: 17.08.2020

Im Mittelalter haben die Menschen geglaubt, dass die Krankheit, die auch „Hundswut“ oder „Wutkrankheit“ genannt wird, vom Teufel kommt. Heute weiß man es besser, deshalb ist die Tollwut mittlerweile in Europa fast überall eingedämmt oder ausgerottet. In anderen Ländern kann es jedoch zum Kontakt mit der Krankheit kommen. Wo ist die Gefahr am größten und wann sollte man sich impfen lassen?

Inhalte im Überblick

    Während in Deutschland und in anderen europäischen Ländern Hunde gegen Tollwut geimpft werden, auch Wildtiere durch eine Schluckimpfung vor der Krankheit geschützt sind und daher kaum eine Gefahr darstellen, kann es zum Beispiel in Indien nach dem Kontakt mit einem infizierten Tier zu einer Erkrankung kommen. Daher sollte vor manchen Reisen eine Tollwut-Impfung, oder wenn bereits vorhanden, eine Auffrischung in Erwägung gezogen werden. Denn eine Ansteckung verläuft meist tödlich. 

    Was ist Tollwut? Und wie wird sie übertragen?

    Tollwut ist eine Infektion, die sowohl Menschen als auch Tiere befallen kann. Die Virusinfektion erreicht das zentrale Nervensystem und führt meist zum Tod. Typische Symptome sind Krämpfe, aber auch Lähmungen, Lichtempfindlichkeit und daraus folgend eine Meidung von Helligkeit, ebenso wie das Ablehnen von Flüssigkeit. Eine Therapie gibt es bisher nicht, jedoch eine Impfung, die eine Infektion mit dem Virus verhindern kann. 

    Übertragen wird die Krankheit von Tieren auf Menschen zum Beispiel durch einen Biss. Die Viren befinden sich im Speichel und gehen beim Biss auf den Menschen über. Auch wenn der Speichel mit einer offenen Wunde oder den Schleimhäuten eines Menschen in Kontakt kommt, ist eine Übertragung möglich. Selten kann es auch zu einer Ansteckung von Mensch zu Mensch kommen. 

    Wann sollte man sich gegen Tollwut impfen lassen?

    Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt neben zahlreichen anderen Impfungen auch, sich gegen Tollwut impfen zu lassen. Natürlich trifft das nicht auf jeden zu – informieren Sie sich rechtzeitig vor Ihrer Reise, ob eine Tollwut-Reiseimpfung für Ihr Urlaubsland empfohlen wird. Vor allem im asiatischen und afrikanischen Raum ist eine Tollwut-Ansteckungsgefahr möglich. Die STIKO empfiehlt zudem allen Menschen eine Impfung, die verstärkt mit Fledermäusen (die als Überträger infrage kommen) arbeiten oder die in Laboren mit Tollwutviren in Kontakt kommen können. 

    Sie sollten mindestens einen Monat vor Reisebeginn mit den Impfungen anfangen, da für einen hundertprozentigen Schutz drei Impfungen innerhalb von 28 Tagen verabreicht werden. 

    Sind Sie nicht geimpft, aber bereits gebissen worden, und es besteht der Verdacht, dass Sie sich mit Tollwut angesteckt haben, sollten Sie unverzüglich zum Arzt gehen, um sich nachträglich impfen zu lassen. Innerhalb von 28 Tagen werden dann fünf aktive Impfungen verabreicht, die das Virus bekämpfen sollen.

    Wer zahlt die Tollwut-Impfung?

    Impfungen, die die STIKO empfiehlt, werden üblicherweise von den Krankenkassen übernommen. Eine Garantie besteht jedoch nicht. Fragen Sie Ihre Krankenkasse rechtzeitig nach einer Übernahme der Impfkosten. 

    Tipp: Lassen Sie sich alle Impfungen in Ihren Impfpass eintragen. So haben Sie immer den Überblick, wogegen Sie geimpft sind und wann Auffrischungen erfolgen sollten. 

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