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Müll richtig trennen – für unsere Umwelt und Gesundheit

Eine Person überlegt, in welchen Müll die Bananenschale gehört.

© iStock / Sasha_Suzi

Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 19.10.2021

Wer den Müll richtig trennt, fördert das Recycling, schont damit die Umwelt und schützt auch die eigene Gesundheit. Keine Frage: Mülltrennen ist wichtig! Denn ein Alltag ganz ohne Müll ist kaum möglich.

Inhalte im Überblick

    Mülltrennung: warum sie so wichtig ist

    Wer seinen Müll bei sich zu Hause richtig trennt, fördert die Verwertung der Abfälle, sprich das Recycling. Der Vorteil: Es werden weniger natürliche Ressourcen verbraucht und der Energieverbrauch sinkt. Eine Faustformel besagt: Jede Tonne Recyclingplastik spart eine Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2) im Vergleich zu einer Tonne herkömmlichen Plastik aus Erdöl. 

    Jeder Deutsche produziert pro Jahr 600 Kilogramm Haushaltsmüll. Ein großer Teil des Mülls wird in Deutschland verbrannt, dabei entstehen giftige Gase, Staub und AscheDarum ist das Ziel, Abfälle so gut es geht zu vermeiden und sinnvoll zu recyceln. Mit einer sorgsamen Mülltrennung können Sie dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

    Was ist Recycling?

    Recycling bedeutet, dass Müll durch ein Verwertungsverfahren wiederverwendbar gemacht wird. Entweder entstehen aus den Abfällen wieder dieselben ursprünglichen Materialien oder andere sekundäre Rohstoffe. Dadurch gelangen sie zurück in den Wirtschaftskreislauf und können erneut benutzt werden. So entstehen aus Recyclingplastik zum Beispiel farbige Putzeimer. 

    Entscheidend dafür ist, den Müll zu Hause richtig zu sortieren. Die lokalen Abfallentsorger stellen verschiedene Tonnen zur Verfügung: in der Regel eine graue Tonne für den Restmüll, eine Wertstoff- und Papiertonne sowie eine Bio-Tonne für Gartenabfälle und Küchenreste. Darüber hinaus stehen in den meisten Städten und Gemeinden an zahlreichen Straßen große Glas- und Papiercontainer, und auch an den Wertstoffhöfen gibt es die Möglichkeit, Müll richtig zu trennen, damit er wiederverwertet werden kann.

    Müll richtig trennen: Was gehört in welche Tonne?

    Da die Entsorgung des Mülls in Deutschland über die Städte und Gemeinden geregelt ist, gibt es regionale Unterschiede, was in welche Tonne darf. Deshalb ist es sinnvoll, sich vorab bei seinem lokalen Entsorgungsunternehmen zu informieren, welche Tonnen zur Verfügung stehen und welche Abfälle jeweils hineindürfen.

    Was gehört in die Wertstofftonne oder den gelben Sack?

    Über die Wertstofftonne, die gelbe Tonne oder den gelben Sack lassen sich viele Reststoffe sammeln, die, wenn man den Müll richtig trennt, sehr gut recycelt werden können. Ob gelbe Säcke/Tonnen oder Wertstofftonnen im Einsatz sind, hängt von regionalen Regelungen ab. Es gibt aber Unterschiede, was in welches Behältnis darf und was nicht: 

    • In die gelbe Tonne oder den gelben Sack gehören ausschließlich sogenannte Leichtverpackungen, die aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien bestehen. Gut zu wissen: Produkte wie Joghurtbecher müssen lediglich löffelrein sein. Auswaschen ist nicht notwendig. 
    • In den Wertstofftonnen werden neben den Materialien, die in die gelbe Tonne dürfen, auch Abfälle gesammelt, die aus Kunststoff und Metall bestehen. Das sind zum Beispiel:
    • alte Zahnbürsten
    • Pfannen
    • Kochtöpfe
    • Plastikeimer

    In manchen Städten ist es sogar möglich, über die Wertstofftonne Altholz und kleine Elektrogeräte wie Bügeleisen oder Wasserkocher zu entsorgen. Informationen dazu gibt es auf den Websites der Entsorgungsunternehmen vor Ort.

    Was darf in die Papiertonne?

    In einigen Städten und Gemeinden gibt es als Unterstützung zur richtigen Mülltrennung Papiertonnen. Das spart den Weg zum nächstgelegenen Papiercontainer. Wer Papier richtig trennt, trägt etwas zum Umweltschutz bei. Denn der Einsatz von Altpapier bedeutet, dass weniger Holz, Wasser und Energie benötigt werden. Neben Zeitungen, Zeitschriften und Schreibpapier dürfen auch Verpackungen aus Pappe und Geschenkpapier hinein. 

    Fax- und Thermodruckpapier, aus dem zum Beispiel Kassenbons oder Fahrkarten bestehen, müssen hingegen in die Restmülltonne. Gleiches gilt für imprägnierte und beschichtete Papiere, zum Beispiel Käsepapier, Tapetenreste, Styropor, gebrauchte Taschentücher oder mit Essensresten verschmiertes Papier.

    Was gehört in die Biotonne oder auf den Kompost?

    Damit Mülltrennung richtig gut funktioniert, sollten auch organische Abfälle separat entsorgt werden. Dafür gibt es die Biotonne. Alternative: ein Kompost im eigenen Garten. In die Biotonne oder auf den Kompost gehören:

    • Gartenabfälle
    • Pflanzenreste
    • Obst- und Gemüseabfälle
    • Kaffee- und Teefilter

    In manchen Kommunen dürfen zudem Fleisch- oder Fischreste über die Biotonne entsorgt werden. Auf Plastiktüten, auch sogenannte Biokunststofftüten, sollte man verzichten. Sie zersetzen sich zu langsam und meistens auch nicht zu 100 Prozent. So landen sie am Ende mit dem Kompost entweder auf Ackerflächen oder im eigenen Garten. Das ist schlecht für die Umwelt und für die Gesundheit, weil der menschliche Organismus diese Stoffe im Zweifel über Nahrungsmittel aufnimmt. Feuchte Bioabfälle am besten vorher in Papier einwickeln.

    Bruder und Schwester werfen Glasflaschen in einen Glascontainer.
    Binden Sie Ihre Kinder in die Mülltrennung zu Hause mit ein – so lernen sie schon früh, worauf es ankommt.

    © iStock / Imgorthand

    Was gehört in die graue Tonne?

    In die graue Tonne darf der Restmüll, der sich nicht weiter trennen lässt. Dazu gehören zum Beispiel:

    Dieser Restmüll wird in der Regel in großen Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Zahlreiche Kommunen nutzen diese Anlagen, beziehungsweise die Wärme, die dabei entsteht, zum Beispiel für die Stromerzeugung oder auch für Wärmenetze wie die Fernwärme. 

    Müll richtig trennen: Was gehört in keine der Tonnen?

    Die verschiedenen Tonnen bieten jedem die Möglichkeit, Müll richtig zu trennen. Allerdings gibt es Gegenstände, die in keine der Tonnen gehören und separat entsorgt werden sollten. Dazu gehören:

    • Sondermüll: Gemeint sind Produkte mit Schadstoffen, die keinesfalls in die Umwelt gelangen sollten wie Farbe oder Lacke. Der Wertstoffhof vor Ort nimmt diesen Sondermüll entgegen.
    • Elektronikgeräte: Auch wenn sie kaputt sind, enthalten sie noch wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können. Solche Geräte können Sie entweder beim Kauf eines neuen Gerätes bei dem Händler oder auf dem Wertstoffhof abgeben.
    • Batterien, LED-, Leuchtstoff- und Energiesparlampen: Sie werden überall dort zurückgenommen, wo sie auch verkauft werden, zum Beispiel in Supermärkten, Elektronikfachgeschäften und Baumärkten.
    • Medikamente: Sie sollten niemals in der Toilette oder im Waschbecken herunterspült werden. Viele Apotheken nehmen Altmedikamente zurück, und einige Entsorgungsunternehmen haben eigene Schadstoffsammelstellen. Ansonsten dürfen sie in den Restmüll und die Verpackung in die richtige Tonne. So haben Sie auch diesen Müll richtig getrennt.

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