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AOK – Die Gesundheitskasse

Digitalisierung des Gesundheitswesens

Digitalisierung im Gesundheitswesen bedeutet auch, dass alle Daten elektronisch gesammelt werden.

© iStock / Chainarong Prasertthai

Lesezeit: 4 MinutenAktualisiert: 09.10.2020

Schon seit Jahren werden immer mehr Apps eingesetzt, um Gesundheitsdaten von Patienten auszuwerten und dem Arzt zu übermitteln. Zum Teil werden dafür sogenannte „Wearables“ getragen, um Vitalparameter zu messen. So konnte beispielsweise während der Corona-Pandemie die Blutzuckereinstellung von Diabetikern überwacht werden. Außerdem haben Online-Programme dabei geholfen, zu Hause fit und entspannt zu bleiben.

Inhalte im Überblick

    Der Wandel fängt gerade erst an

    Die wachsenden digitalen Möglichkeiten bieten dem Gesundheitswesen eine große Chance, die Patientenversorgung weiter zu optimieren. So sehen Forscher zum Beispiel die Zukunft in sogenannten Smart Hospitals, in denen Ärzte von künstlicher Intelligenz unterstützt werden.

    Aktuell wird der Fokus aber auf die bessere Vernetzung von Patienten, Ärzten und Versorgern gelegt. Was das für den Einzelnen bedeutet? Neben modernen Kommunikationswegen gibt es auch praktische Neuerungen wie die digitale Gesundheitskarte.

    Digitale Kommunikationswege

    Wie wertvoll die modernen Medien für die medizinische Versorgung geworden sind, wurde spätestens durch Corona deutlich. Telemedizin und soziale Medien machen es Versicherten zunehmend leichter, gesundheitliche Belange zu klären.

    Den Hausarzt über Video auf dem eigenen Notebook live sehen – das konnte sich bis vor Kurzem kaum einer vorstellen. Aber der Ausbau der digitalen Kommunikationswege hat durch die Pandemie mächtig Fahrt aufgenommen.

    Videosprechstunden, Krankschreibungen per Telefon, Rezepte per E-Mail und die Telemedizin haben vielen Patienten die Anfahrt zum Arzt erspart – und damit auch das Ansteckungsrisiko in überfüllten Wartezimmern minimiert.

    Doch auch jenseits der Krisenzeiten sind moderne Medien zu einem festen Bestandteil der Kommunikation zwischen Patienten, Ärzten und anderen Leistungserbringern geworden. Das gilt auch für Fragen zur Krankenversicherung.

    Digitalisierung im Gesundheitswesen bedeutet auch, dass alle Daten elektronisch gesammelt werden.

    © iStock / ipopba

    Die elektronische Patientenakte

    Aktuelle Röntgenbilder, der Impfstatus oder die letzte Blutuntersuchung: Wer hat schon immer alle Unterlagen rund um die eigene Gesundheit parat? Mit der App „AOK Mein Leben“ wird das ab 2021 möglich sein. Sie ist für die AOK-Versicherten der Schlüssel zu ihrer elektronischen Patientenakte (ePA).

    Grundsätzlich gilt: Je schneller der Arzt informiert ist, umso besser kann er behandeln. Da aber Ärzte und Krankenhäuser häufig noch per Fax oder Brief kommunizieren, verlieren Patienten bei der Behandlung oft unnötig Zeit. Bei Krankenhaus-Entlassungen oder Überweisungen klappt die Übermittlung der medizinischen Informationen in vielen Fällen nicht optimal.

    Darum erhalten Versicherte über die App „AOK Mein Leben“ künftig die Möglichkeit, Daten und Befunde in ihrer elektronischen Patientenakte zu speichern. Auch Röntgenbilder, OP-Berichte oder ein Mutterpass können hier hinterlegt werden.

    Gleichzeitig ist es behandelnden Ärzten möglich, über die elektronische Patientenakte auf Befunde oder Dokumente von Kollegen zuzugreifen – immer vorausgesetzt, der Patient hat zugestimmt. Selbstverständlich ist die Nutzung von „AOK Mein Leben“ und der ePA freiwillig.

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