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Zahl der Herzinfarkte bei Frauen steigt stark an

AOK Hessen stellt deutliche Veränderungen fest

06.11.2009

Dass der akute oder wiederkehrende Herzinfarkt nicht nur ein Problem von Männern ist, machen jetzt aktuelle Zahlen der AOK Hessen deutlich. Demnach stieg die Zahl der betroffenen weiblichen AOK-Versicherten in Hessen von 523 im Jahr 2004 auf 1476 im vergangenen Jahr.

Im ersten Halbjahr 2009 erlitten bereits 799 Frauen einen Myokardinfarkt, so dass man insgesamt von einem stark ansteigenden Trend sprechen muss. Entsprechend entwickelten sich auch die Ausgaben der Gesundheitskasse. Während 2004 noch 2,5 Millionen Euro für die stationäre Behandlung von Herzinfarkten bei Frauen an die Kliniken gezahlt wurden, waren es 2008 schon über 8 Millionen Euro.

Frauen erleiden einen Herzinfarkt im Schnitt zehn Jahre später als Männer. Bis zu den Wechseljahren verfügen sie über einen besonderen Gefäßschutz, der danach wegfällt. Auch das weibliche Sexualhormon Östrogen spielt eine – wenn auch noch nicht näher erforschte – Rolle. Und auch die Symptome eines Infarkts sind geschlechtsspezifisch. Während Männer häufig über Schmerzen im Oberkörper mit Ausstrahlung bis in die Arme, Engegefühl in der Brust und Angstzustände klagen, stehen bei Frauen oft eine ungewöhnliche Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Schmerzen im Nackenbereich und Oberbauchbeschwerden im Vordergrund. Weil viele Betroffene diese Symptome nicht rechtzeitig genug richtig einordnen, vergeht oft wertvolle Zeit, bis der Notarzt alarmiert wird.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Stephan Gill - 06172/272-144 oder Stephan.Gill@he.aok.de