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Wenn sich das Kind verbrüht

AOK Hessen und ASB wollen Eltern stark machen: Seminare hessenweit

05.10.2009

Gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund bietet die AOK Hessen ab Ende Oktober erstmals Seminare zur Ersten Hilfe bei Babys und Kleinkindern an. Über zwanzig Mal in Hessen sollen Eltern mit Kindern von 3 Monaten bis 3 Jahren lernen, in Notfallsituationen einen klaren Kopf zu bewahren. Was man bei Verbrennungen, Vergiftungen, Fieberkrämpfen, Insektenstichen und Bewusstlosigkeit tun kann, vermitteln erfahrene Experten in weniger als vier Stunden.

Neben einem ausführlichen theoretischen Teil vermittelt der für AOK-Versi-cherte kostenfreie Samstagskurs auch anhand praktischer Übungen, wie man einem Kind adäquat helfen kann, solange kein Arzt in Sicht ist. „Ein Notfall bei einem Baby oder Kleinkind stellt alles auf den Kopf. Die Angst, etwas falsch zu machen oder zu unterlassen ist groß. Umso wichtiger, dass Eltern mehr Selbstvertrauen bekommen und beherzt eingreifen, wenn es darauf ankommt“, weiß Dr. Angela Smith, Ärztin bei der AOK Hessen. Zum Glück sind solche Ereignisse eher selten. Doch gibt es kaum Eltern, die noch nie einen derartigen Zwischenfall bei ihrem Nachwuchs erlebt haben.

Die größten Gefahren lauern zu Hause. Zwei Drittel aller Unfälle von Vorschulkindern ereignen sich dort, und nur sieben Prozent im Straßenverkehr. Das liegt vor allem daran, dass die Kleinen noch keine Gefahren kennen und ihre Entdeckungsreisen auch vor Elektrizität, Feuer und Kosmetika nicht halt machen. So wissen viele Mütter und Väter nicht, dass etliche Zimmer- und Gartenpflanzen giftig sind, z. B. Dieffenbachie, Buxbaum, Oleander und Fingerhut). Doch es geht nicht nur um Unfälle. Erste Hilfe ist auch bei Störungen der Atmung (wie Asthma-Anfällen) unerlässlich, und so mancher Insektenstich hat schon zur kurzzeitigen Familienpanik geführt, wenn das Kind allergisch darauf reagiert hat. „Eltern sollten wissen, wie sie sich am besten bei einem Kreislaufzusammenbruch des Kindes verhalten. Sie sollten beispielsweise die Schocklage kennen“, meint Dr. Smith. Wenn ein Kind das heiße Bügeleisen trotz strengen Verbots anfasst, ist fließendes, handwarmes Wasser nicht falsch. Was aber bei großflächigeren Verbrennungen? Diese und viele weitere Fragen werden auf dem Seminar beantwortet.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de