Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Hessen
Ort/Kasse korrigieren
Beratungscenter werden geladen ...

Stimulierende Wellen für Kids

AOK-Priomed Online-Sehschule ergänzt Okklusionstherapie

Bad Homburg. Mit Wellenmustern im Hintergrund von altersgerechten PC-Spielen können Kinder mit der Diagnose Amblyopie ihr geschwächtes Auge daheim trainieren. Das ist jetzt eine Leistung der AOK Hessen. Diese Online-Sehschule ergänzt die sogenannte Okklusionstherapie.

Diese funktionale Sehschwäche eines Auges ist in der Regel gut behandelbar. Dazu gehört auch, das gesunde Auge dauerhaft abzudecken, um das krankhafte Auge entsprechend stärker zu stimulieren. Diese Behandlung ist sinnvoll, sogar notwendig, um Folgeschäden durch unscharfes Sehen zu vermeiden. Doch nicht immer reicht das aus, um wirklich dauerhaft befriedigende Ergebnisse zu erzielen. Ein wissenschaftlich evaluiertes Begleitkonzept der Firma Caterna, die AOK-Priomed Online-Sehschule, kann hier eine ideale Ergänzung sein. In einer dreimonatigen Therapie trainiert das Kind 30 bis 45 Minuten täglich am Computer. „Wobei es sich nur bedingt wie ein Training anfühlt. Denn faktisch zockt das Kind daheim zehn verschiedene, einfach gehaltene Spiele, die Blox oder Brickbreak heißen und eine ganz wichtige Funktion erfüllen: Sie stimulieren das Auge durch Wellenmuster, die im Hintergrund ablaufen“, erzählt Joachim Henkel, verantwortlich für ambulante Versorgung bei der AOK Hessen. Somit geht es nicht darum, einen Parcour zu packen oder ins nächste Level zu kommen, sondern lange genug auf den Bildschirm zu starren.

Die Therapiedauer wird automatisch protokolliert. Auch die behandelnde Ärztin oder der Arzt hat Zugriff auf das Therapieprotokoll. Kinder zwischen vier und zwölf Jahren können teilnehmen, eine gesicherte Diagnose muss vorliegen und – eine weitere wichtige Voraussetzung – eine bereits begonnene Okklusionstherapie hat zu keiner ausreichenden Besserung geführt. Eine Kontraindikation ist freilich Epilepsie. „Ab sofort können sich die Praxen hierfür einschreiben, damit den Betroffenen das Programm so schnell wie möglich zur Verfügung gestellt werden kann“, so Henkel. Die Vergütung für die augenärztliche Praxis beträgt 145 Euro, wenn die Therapie nicht abgebrochen wird.