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Schuppenflechte: Mehr Diagnosen in Hessen

26.10.2015

Inwieweit die Schuppenflechte als Erkrankung erblich bestimmt wird, ist wissenschaftlich noch ungeklärt. Dass sie die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes oder von Gelenkrheumatismus erhöht, ist mittlerweile erwiesen. Die AOK Hessen hat zum Welt-Psoriasis-Tag am kommenden Donnerstag Bilanz gezogen.

Die Analyse ihrer Versichertendaten auf Basis der erfassten Diagnosen sind ein Hinweis darauf, dass Ärzte und Patienten sensibler mit dieser Erkrankung umgehen. Denn sie wird insgesamt öfter diagnostiziert. Im Jahr 2014 gab es um die 35.000 AOK-Versicherte in Hessen mit Psoriasis (Durchschnittsalter: 57 Jahre), das entspricht einem Anteil von 2,2 Prozent aller Versicherten. Acht Jahre zuvor waren es lediglich 33.400 Personen (Durchschnittsalter 2006: 55 Jahre), somit fast 1.600 Patienten weniger (-0,3 Prozentpunkte). Wobei diese Diagnose vorrangig ein Phänomen der zweiten Lebenshälfte ist: Das Gros der Patienten ist zwischen 45 und 80 Jahren alt. Im Rheingau-Taunus-Kreis ist der Anteil der erkrankten Patienten mit 2,7 Prozent (2014) am höchsten, in den Kreisen Offenbach, Groß-Gerau und Bergstraße am niedrigsten (1,8 Prozent).

Übersicht Psoriasis-Patenten

2014: 34.964 AOK-Versicherte in Hessen (2,2 Prozent / Durchschnitt: 57 Jahre)

2006: 33.413 AOK-Versicherte in Hessen (1,9 Prozent / Durchschnitt: 55 Jahre)