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Männer lassen es gerne drauf ankommen

Nur fast jeder vierte Mann ab 45 Jahren geht zur Krebsvorsorge

14.01.2011

Die Männerwelt scheint furchtlos zu sein. Jedenfalls wird der Diagnose Krebs offenbar wenig Bedeutung beigemessen: 76 Prozent der anspruchsberechtigten männlichen AOK-Versicherten in Hessen 2010 haben auf die Früherkennung verzichtet. Genau so viele wie 2009.

Nach Einschätzung der Deutschen Krebshilfe wird dieses Krankheitsbild in wenigen Jahren die Liste der häufigsten Todesursachen anführen. Insofern sollte Männer ihre Scheu allmählich ablegen. „Regelmäßige Früherkennungs-untersuchungen sollten selbstverständlich sein. Sie können Leben retten“, sagt AOK-Ärztin Dr. Angela Smith. Denn heute kann jeder zweite Krebspatient geheilt werden – vorausgesetzt, der Tumor wird in einem möglichst frühen Stadium entdeckt. Männer ab dem 45. Lebensjahr können kostenfrei zur Krebsvorsorge gehen, und das einmal pro Jahr. Der Gesundheitscheck sieht eine Enddarm- und Prostatauntersuchung vor, außerdem werden die äußeren Geschlechtsteile beurteilt. Eine Darmspiegelung kann zusätzlich ab dem 55. Lebensjahr zwei Mal im Abstand von zehn Jahren in Anspruch genommen werden. „Die Untersuchungen sind völlig schmerzfrei und dauern nur wenige Minuten. Selbst die früher oft gefürchtete Darmspiegelung verbreitet heutzutage aufgrund winziger Geräte und der Möglichkeit einer Sedierung keinerlei Schrecken mehr“, sagt Smith. Wichtig seien die Untersuchungen vor allem deshalb, weil man frühe Tumore sonst kaum entdecken würde. Gerade Darm- und Prostatakrebs verursachen im Anfangsstadium keine Schmerzen. Wenn die dann kommen, ist es häufig zu spät.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de