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Männer in der Mauser

Keine Panik: Herbstlicher Haarausfall kann ganz normal sein

18.11.2010

Bad Homburg. Fast die Hälfte alle Männer kennt ihn: den erblich bedingten Haarausfall. Er beginnt oft schon ab dem 20. Lebensjahr und führt - nahezu unaufhaltsam - zu mehr oder minder stark ausgeprägter Haarlosigkeit. Aber nicht bei jedem ungewöhnlich intensiven Haarverlust muss man gleich an das Schlimmste denken. Denn Hautärzte wissen schon länger, dass das „starke Geschlecht“ im Herbst und im Frühjahr besonders viele Haare lässt.

„Dieser jahreszeitliche Haarwechsel ist ganz normal“, beruhigt AOK-Ärztin Dr. Angela Smith und fügt hinzu: „Die herbstliche Mauser ist eine bekannte Variante des so genannten diffusen Haarausfalls, wenngleich wir die Ursachen für den Einfluss der Jahreszeiten noch nicht ganz genau kennen.“ Klar scheint bisher nur, dass die Intensität der Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten eine Rolle spielt. „Je sonniger, desto stärker der Haarverlust“, sagt Smith. Grundsätzlich gilt, dass bei diffusem Haarausfall die gesamte Kopfhaut betroffen ist. Neben der jahreszeitlichen Abhängigkeit können auch bestimmte Medikamente, Eisenmangel, eine Schilddrüsenerkrankung oder Stress die Ursache sein. Ein lokal begrenzter Haarausfall jedoch erklärt sich zumeist anders. Neben der Veranlagung zum „androgenetischen“ hormonell bedingten Haarausfall des Mannes mit „Geheimratsecken“ und Tonsur am Oberkopf können dies auch Allergien, Infektionen und Autoimmunerkrankungen der Kopfhaut sein.

Die Vielfalt der möglichen Ursachen erfordert ein individuelles Vorgehen bei Diagnostik und Therapie. „Wer sich nicht sicher ist, ob der Verlust des eigenen Haupthaares besorgniserregende Ausmaße angenommen hat, sollte zu einem Hautarzt gehen“, rät Smith. Um die richtige Diagnose zu finden hilft es auch, wenn man über mehrere Tage protokolliert hat, wie viele Haare täglich ausgefallen sind. Außerdem wird der Arzt die Kopfhaut untersuchen, möglicherweise eine Blutuntersuchung veranlassen und in bestimmten Fällen auch eine mikroskopische Untersuchung der Haarwurzel vornehmen.

Aber: „Wer täglich 100 – 150 Haare lässt, liegt durchaus noch in der Norm“, erklärt Smith. Denn jede Haarwurzel hat eine genetisch festgelegte maximale Lebenszeit. Wenn sie endet, fällt das Haar über kurz oder lang einfach aus. „Aber es wachsen neue Haare nach und zwar täglich“, betont die AOK-Ärztin.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Stephan Gill - 06172/272-144 oder Stephan.Gill@he.aok.de