Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Hessen
Ort/Kasse korrigieren
Beratungscenter werden geladen ...

Lotsen für mehr Gesundheit

15.07.2015

Alarmierende Zahlen: Laut Prognosen des Statistischen Bundesamtes werden 2060 in Deutschland nur noch 64,7 Millionen Menschen leben. Und die werden im Schnitt deutlich älter sein als heute. Ein Befund, der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nicht kaltlassen kann. Denn schon jetzt ist fast jeder dritte Arbeitnehmer über 50 Jahre alt. Betriebe werden deshalb künftig immer stärker auf ältere Beschäftige angewiesen sein. Das Regionalmanagement Nordhessen, die AOK Hessen und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck reagieren auf diese Entwicklung jetzt mit den so genannten „Gesundheitslotsen“.

 

Sie können von interessierten kleinen und mittelständischen Unternehmen eingesetzt werden und fungieren dort als zentrale Ansprechpartner in Sachen Gesundheit. Ziel: Die Beschäftigten sollen möglichst gesund altern. Davon haben sowohl sie selber und ihre Familien als auch ihre Arbeitgeber etwas. Heute unterzeichneten die Kooperationspartner eine entsprechende Vereinbarung, die vor allem eine umfassende Schulung der Lotsen vorsieht. „Denn eines ist klar: Nur wer in Sachen betrieblicher Gesundheitsförderung ausgebildet ist und weiß, wie man existierende Probleme angehen kann, hilft den Betrieben auch weiter“, sagt Dirk Handschuh, verantwortlich für die betriebliche Gesundheitsförderung bei der AOK Hessen. Die größte Krankenkasse des Landes unterstützt als Kooperationspartner die Ausbildung der Gesundheitslotsen und bringt über ihren Service „Gesunde Unternehmen“ wichtiges  Know-how mit ein.

 

Vom Menschen her gedacht

Die Lotsen sollen ihre Kollegen motivieren, betriebliche oder auch andere Angebote zur Gesundheitsförderung zu nutzen. Gesundheitslotsen sind kollegiale Begleiter, die vor Ort unterstützen, ansprechen und zuhören. Dafür werden sie mit allen Informationen ausgestattet, die sie benötigen. „Diese wegweisende Gemeinschaftsinitiative stärkt die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels und damit die Region Nordhessen insgesamt“ betont Holger Schach, Geschäftsführer der verantwortlichen Regionalmanagement Nordhessen GmbH. Deren Cluster Gesundheit bringt umfangreiche Erfahrungen und Kompetenzen im Bereich der Vernetzung, Projektentwicklung und Evaluation ein. Ebenfalls mit an Bord - in der Rolle des Ideen- und Impulsgebers - ist die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck. Dr. Jochen Gerlach, Leiter des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales, betrachtet das Projekt dabei von zwei Seiten: „Einerseits natürlich vom Menschen her und der existentiellen Dimension von Gesundheit und Wohlergehen. Wie gehe ich mit mir um? Wie wichtig bin ich mir? Aber andererseits spielen dabei die Strukturen in den Unternehmen eine ganz wichtige Rolle. Es braucht gesunde Führung, gesundheitserhaltende Arbeitsbedingungen und passende und durchdachte Angebote der Gesundheitsförderung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“