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Krebs: Zwei Meinungen, mehr Sicherheit

07.10.2013

Bei Krebsdiagnosen und auch bei Orthopädiepatienten, die einen Gelenkersatz benötigen, bietet die AOK Hessen ab sofort einen „Ärztlichen Zweitmeinungsservice“ an. Chefärzte und Experten aus angesehenen Kliniken sichten alle medizinischen Unterlagen und beraten die Versicherten exklusiv und persönlich.

Operieren? Chemotherapie? Bestrahlung? Die Möglichkeiten können je nach Krebsart und Patient groß sein. Oft bestehen sehr wenig Zweifel, dass der vorgeschlagene Therapieschritt notwendig ist. Doch ist ein Patient unsicher, kann er sich einen zweiten Experten dazu holen – auf Kosten der AOK Hessen.  Gewonnen werden konnten Mediziner der Universitätsklinik Marburg sowie der Universitätsklinik und dem Krankenhaus Nordwest in Frankfurt für eine Zweitmeinung bei Krebsdiagnosen. Bei orthopädischen Fragestellungen kann bisher auf Experten aus sieben Kliniken von Hessisch-Lichtenau bis Lorsch zurück gegriffen werden. Schon innerhalb von drei Arbeitstagen erfolgt ein telefonischer Erstkontakt mit dem Versicherten. Im Bereich Orthopädie findet das Beratungsgespräch innerhalb von zehn Arbeitstagen nach diesem Erstkontakt statt, für Krebspatienten innerhalb von fünf bis sieben Arbeitstagen nach Eingang aller Unterlagen. „Dieser Service hilft den Betroffenen enorm, weil sie mehr Sicherheit und Klarheit in einer schwierigen Lebensphase gewinnen“, so fasst Thomas Burmann, verantwortlich für stationäre Versorgung bei der Gesundheitskasse, den entscheidenden Vorteil dieses neuen AOK-Pluspunkts zusammen. Für 2014 ist eine Ausweitung des Angebots auf weitere Diagnosen geplant. Betroffene, die vor einer Therapie-Entscheidung oder einer Operation stehen, können sich direkt an ihr AOK-Beratungscenter vor Ort wenden.

Diese Hilfe nach einem gravierenden Ereignis, die jede Krebsdiagnose darstellt, bewertet der Marburger Klinikdirektor Prof. Jochen A. Werner sehr positiv: „Das Bedürfnis nach mehrfach abgesicherten Aussagen und die Bestätigung, dass das medizinisch Richtige nach dem aktuellen Stand der Forschung getan wird, hilft dem Patienten, diese schwere Zeit durchzustehen.“ Das bestätigen auch Prof. Elke Jäger und Prof. Hubert Serve für das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT), eine gemeinsame Einrichtung des Krankenhauses Nordwest und des Universitätsklinikums Frankfurt. „Ein überzeugter Patient wirkt effektiver am Behandlungsprozess mit. Bei Krebs kann das Behandlungsspektrum sehr groß sein. Es geht nicht nur darum, ob operiert werden soll oder nicht. Allein die Frage, welche Form der Chemotherapie zur Anwendung kommen soll, ist komplex genug, dass eine Zweitmeinung in bestimmten Fällen eine deutlich wirksamere Behandlung garantieren könnte“, so  Prof.  Jäger.