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Kinder brauchen mehr als früher

Höhere Leistungen der AOK Hessen bei Heil- und Hilfsmitteln notwendig

02.07.2008

Für Kinder und Jugendliche engagiert sich die AOK Hessen nicht nur im Bereich der Prävention besonders stark, sondern auch in ihrem Kerngeschäft. So sind die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel in dieser Altersgruppe leicht gestiegen, ein deutlicher Zuwachs ist bei logopädischen Leistungen zu verzeichnen. Allein für Kleinkinder bis zum Alter von sechs Jahren hat die AOK Hessen seit 2001 fast 18,8 Mio. Euro in Hilfsmittel wie Rollstühle, Hörhilfen und therapeutische Bewegungsgeräte investiert. Für alle Kinder und Jugendlichen bis zum 17. Lebensjahr kommt die Gesundheitskasse auf 64,5 Mio. Euro.

Die AOK Hessen übernimmt zum Beispiel in bestimmten Fällen auch Cochlea-Implantate (CI) zur Verbesserung des Gehörs: Sie werden heute in hessischen Kliniken drei Mal so häufig eingesetzt als noch vor sieben Jahren. Wenn sogar ein sehr gutes Hörgerät kein ausreichendes Sprachverstehen bewirkt, kann die CI-Versorgung helfen. Das winzige Gerät besteht aus einem Elektroden-Bündel, das in die Hörschnecke eingeführt wird. Allein in 2007 haben 60 hessische AOK-Kinder ein solches Implantat erhalten, das entspricht einer Steigerung von 300 Prozent seit 2001. „Damit finanzieren wir Hochleistungsmedizin für unsere Jüngsten. Wenn es sinnvoll ist und hilft, dann hat das seinen Preis, und den zahlen wir gerne“, sagt Volker Lappöhn, verantwortlich für Heil- und Hilfsmittel bei der AOK Hessen.

Mehr Hilfsmittel für Mitversicherte
Im selben Zeitraum gestiegen sind die durchschnittlichen Ausgaben für Hilfsmittel bei Familienangehörigen: Waren es damals (2001) noch 15,72 Euro pro Person, ergeben sich aus der letzten Auswertung 18,24 Euro (2007). Zugenommen haben insbesondere die Ausgaben für so genannte Orthesen, die eingeschränkt funktionstüchtige Körperteile unterstützen (z. B. den Rücken stabilisieren). Hier verzeichnet die Gesundheitskasse Mehrausgaben von 17 Prozent. Bei Kommunikations- und Lagerungshilfen ist die Entwicklung noch deutlicher: Für beide Hilfsmittelgruppen wurden 2007 über 400.000 Euro ausgegeben, 2001 waren es noch 120.000 Euro.

Öfter zum Logopäden
Im Heilmittelbereich entwickeln sich die Leistungen – bezogen auf Kinder und Jugendliche – ebenfalls nach oben, insbesondere bei der therapeutischen Sprachentwicklung. Für die Behebung von Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen gab die AOK Hessen bei Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren, die 77 Prozent aller logopädischen Leistungen in Anspruch nehmen, im Jahresvergleich 2006 zu 2005 über 8 Prozent mehr aus. Das entspricht weit gehend dem Bundestrend. In Deutschland wurden im Jahr 2006 insgesamt 23.000 Sprachtherapien verordnet und somit mehr als 20 Prozent der AOK-versicherten Jungen im Alter von sechs Jahren bei ihrer Sprachentwicklung unterstützt. „Wir gehen vorerst nicht davon aus, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren deutlich umkehrt, zumal seit Einführung des Elterngeldes wieder mehr Geburten zu verzeichnen sind“, meint Lappöhn.

Kinder überproportional vertreten
Insgesamt ist zwar ein höherer Bedarf für Heil- und Hilfsmittel bei jungen Versicherten zu beobachten, gleichzeitig gibt es einen leichten Abwärtstrend bezogen auf die Gesamtausgaben in diesem Bereich. Das bedeutet, dass immer mehr Kinder von körperlichen Einschränkungen betroffen sind, die durch ein Hilfsmittel ausgeglichen werden müssen. Auch bei der Sprachentwicklung stellen Ärzte und Therapeuten öfter Defizite fest, als das 2001 noch der Fall war.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de