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Kein Händeschütteln, keine Einladungen

Bad Homburg. Eine von der AOK Hessen in Auftrag gegebene Befragung von 1.000 Hessinnen und Hessen offenbart möglicherweise einen langfristigen, fundamentalen Kulturwandel in der Bevölkerung. Masken werden wohl weiterhin zum Stadtbild gehören, und das Händeschütteln hat seine besten Zeiten hinter sich.

Menschen sind vorsichtiger geworden

Was wird sich ändern, wenn – irgendwann – alles mehr oder weniger vorbei ist, keine pandemiebedingten Vorgaben mehr gelten? „Eines legen diese Zahlen nahe: Sehr viele Menschen sind vorsichtiger geworden, können sich eine Normalität wie vor der Pandemie kaum vorstellen“, stellt Dr. Angela Smith, leitende Ärztin bei der AOK Hessen fest.

Die telefonische Befragung durch das Institut Insa Consulere zeigt, dass Berührungen unter Freunden und Bekannten wohl dauerhaft abnehmen werden: 31 Prozent glauben, dass sie in den kommenden Jahren weiterhin auf Umarmungen verzichten werden, 39 Prozent aufs Händeschütteln, ebenso viele wollen sogar keinen Kontakt mit Ungeimpften.

Doch die Bedenken gehen sogar noch viel weiter: 23 Prozent wollen auch, wenn die Coronakrise vorbei ist – zumindest aus heutiger Sicht – niemanden zu sich nach Hause einladen, fast genauso viele wollen Besuche bei anderen vermeiden.

Nicht ins Kino oder Konzert

Eine weitere Erkenntnis aus der Befragung ist, dass FFP2- oder OP-Masken aus dem öffentlichen Raum keinesfalls verschwinden werden. 40 Prozent wollen sie zum Beispiel im Bus oder im Supermarkt weiterhin tragen, und zwar immer, 54 Prozent zumindest dann, wenn sie Krankheitssymptome zeigen, auch bei Schnupfen und Heiserkeit.

Kulturelle Veranstaltungen werden es weiterhin schwer haben, wenn die Hessinnen und Hessen bei ihrer Meinung von heute bleiben sollten. 46 Prozent wollen auf Konzerte, Opern, Theater oder Kino in Innenräumen selbst dann verzichten, wenn Corona keine Schlagzeilen mehr macht.