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HzV startet, AOK-Versicherte profitieren

01.01.2013

Bad Homburg/Frankfurt. Seit dem 1. Januar wird eine Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) für alle 1,5 Millionen Versicherten der AOK Hessen angeboten. Das haben die Gesundheitskasse und der Hausärzteverband Hessen bekannt gegeben. Nachdem es bereits im Mai zu einer grundsätzlichen Einigung gekommen war, wurden nun Details des Vertragswerkes vorgelegt. Eines ist nach Ansicht beider Seiten schon jetzt klar: Profitieren werden in erster Linie die Patienten.

 

Der Hausarzt als Partner in allen Gesundheitsfragen

Denn für AOK-Versicherte, die sich für die HzV entscheiden, wird der Hausarzt stets erster Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen sein. Dadurch hat er den Überblick über die gesamte Behandlung und kann diese effizient steuern. Laut Vertrag gehört dazu die Einbeziehung von Ärzten anderer Gebiete – etwa Orthopäden oder Radiologen – und die Koordination von Klinikaufenthalten. Da alle Behandlungsdaten beim Hausarzt zusammenlaufen, lassen sich Doppeluntersuchungen und unnötige stationäre Aufenthalte vermeiden. Besonders wichtig: Dank der Koordination achtet der Hausarzt stets darauf, dass die verordneten Medikamente miteinander verträglich sind. „Das ist besonders für ältere und chronisch kranke Patienten wichtig“, sagt Dr. Dieter Conrad, Vorsitzender des hessischen Hausärzteverbandes.

 

Besserer Service in der Hausarztpraxis

Die Patienten sollen auch von neuen Serviceleistungen in den Hausarztpraxen profitieren. So bieten die eingeschriebenen Ärzte exklusiv für HzV-Patienten einmal pro Woche eine Abendsprechstunde bis 19 Uhr nach Terminvereinbarung oder für Berufstätige am Samstag eine Sprechstunde an. Die Wartezeit bei vereinbarten Terminen soll nach Möglichkeit auf 30 Minuten begrenzt bleiben. Zudem unterstützt der Hausarzt die Patienten aktiv bei der Vermittlung notwendiger Facharzttermine. „Das alles sind starke Argumente für den Vertrag. Unsere Versicherten kommen im AOK-HausarztProgramm in den Genuss eines umfassenden Services und werden noch besser als ohnehin schon versorgt“, zeigt sich Dr. Isabella Erb-Herrmann, Hauptabteilungsleiterin Integriertes Leistungsmanagement bei der Gesundheitskasse, zufrieden. Das findet auch AOK-Abteilungsleiter Jens Dapper, der die Verhandlungen zur HzV führte: „Nur Verträge, die einen echten positiven Einfluss auf die Versorgungsqualität haben, kommen für uns in Frage. Das ist in diesem Falle gelungen.“

 

HzV kann Versorgung am Wohnort sichern

Mit der HzV wird auch der Beruf des Hausarztes aufgewertet und damit für den medizinischen Nachwuchs wieder attraktiver. „In der Folge – so hoffen wir – lassen sich verstärkt junge Hausärzte auf dem Land nieder, indem sie dort bestehende Praxen übernehmen oder sogar neu gründen“, so Dr. Conrad. Dazu könne insbesondere die mit der HzV verbundene unkomplizierte und angemessene Vergütung beitragen.

 

Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos

Interessierte Hausärzte können sich ab sofort in den Vertrag zur Hausarztzentrierten Versorgung einschreiben. Hausärzte beantragen ihren Beitritt zum Vertrag durch Abgabe einer Teilnahmeerklärung schriftlich gegenüber dem Hausärzteverband. „Bei der AOK versicherte Patienten können sich in ihrer Hausarztpraxis beraten lassen und die Teilnahmeunterlagen gemeinsam mit dem Arzt ausfüllen, sobald dieser seine Teilnahme an der HzV erklärt hat“, so Dapper.