Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Hessen
Ort/Kasse korrigieren
Beratungscenter werden geladen ...

Hessische Pendler: Lange Strecken schaden Psyche

03.09.2012

Bad Homburg.  Der kürzlich veröffentlichte Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO) belegt auch für Hessen einen klaren Trend: Je weiter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendeln, desto anfälliger sind sie für psychische Beschwerden wie z.B. Erschöpfung oder Niedergeschlagenheit. Danach fallen Hessen, die täglich weniger als 30 km zu Ihrer Arbeit und wieder zurück fahren an 2,3 Tagen im Jahr wegen psychischer Probleme aus. Bei jenen, die 200 km oder mehr bewältigen müssen, sind es bereits 2,7 Tage. Je 100 Versicherten der AOK Hessen entstehen durch „Mini-Pendler“ 9,8 Fehltage, aber 12,2 Fehltage durch „Maxi-Pendler“. Damit unterliegen Pendler mit langen Strecken einem rund 20 Prozent höheren, psychisch bedingten Ausfallrisiko.

Psychische Erkrankungen: Südhessen vorne

Auch der jüngste Gesundheitsreport der AOK Hessen wartet mit Zahlen zum Thema auf. Demnach gingen im vergangenen Jahr 4,7 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle und 9,2 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage in Hessen auf das Konto psychischer Erkrankungen. Zum Vergleich: 2004 waren es noch 4,2 bzw. 7,8 Prozent. Interessant: Der Bezirk mit dem insgesamt geringsten Krankenstand, Darmstadt, weist die mit Abstand meisten Arbeitsunfähigkeitsfälle wegen psychischer Erkrankungen auf. 4,8 Prozent aller AU-Fälle waren hier psychisch bedingt, im Regierungsbezirk Gießen waren es  4,2 Prozent und im Regierungsbezirk Kassel 4,3 Prozent.