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Hessische Männer gehen nicht zur Krebsvorsorge

AOK Hessen ermittelt besorgniserregende Zahlen – 80 Prozent verzichten

28.01.2009

Bad Homburg. Etwa 80 Prozent der anspruchsberechtigten hessischen Männer haben 2008 auf die Krebsvorsorge verzichtet. Das bestätigen aktuelle Auswertungen der AOK Hessen. Dabei wird nach Einschätzung der Deutschen Krebshilfe in wenigen Jahren dieses Krankheitsbild die Liste der häufigsten Todesursachen anführen. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sollten deshalb selbstverständlich sein. „Sie retten Leben“, sagt AOK-Ärztin Dr. Angela Smith. Denn heute kann jeder zweite Krebspatient geheilt werden – vorausgesetzt, der Tumor wird in einem möglichst frühen Stadium entdeckt.

Männer ab dem 45. Lebensjahr können kostenfrei zur Krebsvorsorge gehen – und das einmal pro Jahr. Der Gesundheitscheck sieht eine Enddarm- und Prostatauntersuchung vor, außerdem werden die äußeren Geschlechtsteile sowie die Haut beurteilt. Eine Darmspiegelung kann zusätzlich ab dem 55. Lebensjahr zwei Mal im Abstand von zehn Jahren in Anspruch genommen werden. „Die Untersuchungen sind völlig schmerzfrei und dauern nur wenige Minuten. Selbst die früher oft gefürchtete Darmspiegelung verbreitet heutzutage aufgrund winziger Geräte und der Möglichkeit einer Sedierung keinerlei Schrecken mehr“, sagt Smith. Wichtig seien die Untersuchungen vor allem deshalb, weil man frühe Tumore sonst kaum entdecken würde: „Gerade Darm- und Prostatakrebs verursachen im Anfangsstadium keine Schmerzen. Wenn die dann kommen, kann es zu spät sein“, so Smith. „Deshalb ist es ein mehr als besorgniserregender Zustand, dass derart viele Männer die Vorsorgeangebote nicht nutzen.“

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Stephan Gill - 06172/272-144 oder Stephan.Gill@he.aok.de