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Hessinnen und Hessen sehen Digitalisierungsschub, sind selbst aber zögerlich

Bad Homburg. 60 Prozent der Hessinnen und Hessen haben absolut oder eher den Eindruck, die Digitalisierung im Gesundheitswesen habe in jüngster Vergangenheit zugenommen. 27 Prozent glauben, das sei absolut nicht oder eher nicht der Fall. Gleichzeitig ist die eigene Bereitschaft, eine so genannte „Digitale Gesundheitsanwendung“ als App für das eigene Smartphone zu nutzen, sehr gering. Nur 24 Prozent finden das sehr oder eher wahrscheinlich, 69 Prozent sehr oder eher unwahrscheinlich.

Jüngere deutlich offener für Digitalisierung

Immerhin 54 Prozent wären allerdings bereit, sich von einer Ärztin oder einem Arzt per Video untersuchen oder beraten zu lassen. Acht Prozent haben das sogar schon mindestens einmal gemacht. Dieses sehr heterogene Bild ergibt sich aus einer aktuellen telefonischen Befragung durch das Marktforschungsinstitut Insa Consulere im Auftrag der AOK Hessen.

Befragt wurden 1.000 in Hessen wohnende Personen ab 18 Jahren. Interessant ist ein Blick auf die Altersverteilung. Während 40 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren eine „Digitale Gesundheitsanwendung“ bereits genutzt haben, sind das bei den über 60-jährigen nur 16 Prozent.

Viele vermissen persönlichen Kontakt

In dieser Gruppe ist auch die grundsätzliche Ablehnung einer solchen App mit 86 Prozent am größten. 46 Prozent der Älteren schließen für sich ebenfalls aus, eine Videosprechstunde zu nutzen. Die am häufigsten genannten Gründe dafür sind der fehlende persönliche Kontakt (81 Prozent) und der Eindruck, nicht die entsprechenden technischen Fähigkeiten zu besitzen (32 Prozent).

Datenschutzbedenken als Ablehnungsgrund spielen interessanterweise bei den Jüngeren (30 bis 39 Jahre) mit 46 Prozent die größte Rolle. Bei den Älteren über 60 Jahren haben nur 14 Prozent solche Bedenken.

Digitalisierung als Chance für die Versorgung

Für Ralf Metzger, den Unternehmenssprecher der AOK Hessen, sind die Ergebnisse keine völlige Überraschung: „Für viele, insbesondere ältere Menschen ist es noch das viel zitierte ‚Neuland‘, bei der gesundheitlichen Versorgung stärker auf digitale Lösungen zu setzen. Hier brauchen wir ein bisschen Geduld und vor allem einfache, verbraucher- und patientenfreundliche Lösungen.“

Es gelte, die Digitalisierung als Chance für die Verbesserung der Versorgung zu begreifen – auch hinsichtlich der Leistungen von Krankenkassen. Mit „MeineAOK“ bietet die AOK Hessen ihren Versicherten ein umfangreiches Onlineportal. Dort können Unterlagen hochgeladen, Daten geändert oder Bescheinigungen angefordert werden. Neben der Browser-Variante gibt es auch eine entsprechende App für iOS und Android.