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Gelenke gesunden schneller und Patienten sparen

Erhebung: Teilnehmer am Orthopädie-Konzept der AOK Hessen hochzufrieden

28.11.2008

Von stark verkürzten Wartezeiten bis zum OP-Termin und entfallenden Zuzahlungen haben bislang über 2.500 AOK-versicherte Orthopädie-Patienten in Hessen profitiert. Ermöglicht wird das durch ein Spezialistennetzwerk aus über 250 niedergelassenen Orthopäden, Chirurgen und weiteren Partnern. Der Zufriedenheit der teilnehmenden Pati-enten wurde jetzt ausgewertet: Die Ergebnisse der Zufriedenheitsanalyse zeigen, dass 97 Prozent diese spezielle Form der Betreuung weiter empfehlen würden. Der Vertrag wird in 2009 fortgeführt.

Das wichtigste Ziel der AOK Hessen war es, unnötige Therapiepausen gänzlich abzuschaffen und nur die besten Orthopäden einzubinden. Schon inner-halb der 72 Stunden nach Diagnosestellung wird der Patient operiert. „Normalerweise dauert das vier bis fünf Wochen, wenn man Glück hat. Danach schließt sich praktisch nahtlos eine Rehabilitation an. Die Patienten genesen in der Hälfte der Zeit, können in der Regel wieder topfit zurück an ihren Arbeitsplatz“, erzählt Andreas Heck, verantwortlich für Integrierte Versorgung bei der AOK Hessen. Nach einer Analyse der Universität Bremen werden durch die Beschleunigung der Therapie bis zu 76 Fehltage eingespart. Hinzu kommt, dass bis zu 300 Euro im Portmonee des Versicherten verbleiben, was die Teilnahme besonders attraktiv gestaltet. Die Zuzahlungen entfallen für den Klinikaufenthalt, für die stationäre Reha, für Hilfsmittel und die Physiotherapie. Auch eine Praxisgebühr ist nicht zu entrichten. Der behandelnde Arzt und der Operateur sind ein und dieselbe Person, was nicht selbstverständlich ist. Ebenfalls neu eingeführt wurde ein fester Therapieplan, mit dem der Patient immer im Bilde ist, was mit ihm als nächstes passiert.

Im November 2008 hat die Deutsche Gesellschaft für Integrierte Versorgung (DGIV) nach einem vom TÜV-Rheinland zertifizierten Verfahren dem Konzept ein Qualitätssiegel zuerkannt. „Noch deutlicher lässt sich nicht beweisen, dass eine wissenschaftlich messbare und von den Patienten bestätigte Verbesserung der Behandlung auch ökonomisch eine hervorragende Figur macht“, sagt Christoph Jaworski von medicalnetworks, dem Vertragspartner der AOK Hessen. Sein Unternehmen ist das Bindeglied zu den Leistungserbringern. Heck bestätigt diese Rechnung: „Weil Wartezeiten entfallen und somit alles sehr viel schneller geht, sind viele Patienten nur für kurze Zeit auf Krankengeld angewiesen. In den meisten Fällen dauert es kaum länger als 30 Tage von der OP bis zur Abschlussuntersuchung.“ Ohne die Vorteile der Integrierten Versorgung würde der Krankengeldbezug zwanzig Tage länger dauern.

48 Prozent der AOK-Patienten, die seit dem Frühjahr 2007 innerhalb dieses Vertrages operiert worden sind, sind zwischen 41 und 65 Jahren alt, darunter sind auch zahlreiche Sportunfälle. Eine typische OP z. B. nach einem Gelenkbruch ist die so genannte Kreuzbandplastik. Hier sind die Patienten im Durchschnitt 21 Tage kürzer krank, wenn sie am Vertrag teilnehmen. Das liegt auch daran, dass der Übergang zur Rehabilitation sehr zügig verläuft. Es ist sogar möglich, dass einzelne Komponenten zu Hause beim Versicherten stattfinden. „Das ist Gesundheitsmanagement auf einer hohen Entwicklungsstufe und ist in seinen Vorteilen jedem Patienten auch einfach zu vermitteln“, berichtet Heck. Garantiert ist auch, dass sich die beteiligten Mediziner Zeit nehmen, die Diagnose und den Operationsablauf verständlich zu erklären (76 Prozent fühlen sich sehr gut, immerhin 21 Prozent gut beraten) – eine Ausnahmeerschei-nung in der heutigen Versorgungslandschaft.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de