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Frankfurter Finale für „Zurarbeitradler“

Abschluss von „Mit dem Rad zur Arbeit“ mit Verkehrsdezernent und Showkoch

07.11.2012

Auch in ihrem achten Jahr hat die Kampagne für mehr gesunde Alltagsmobilität nichts an Beliebtheit eingebüßt. Über 9.200 Bürger schwangen sich in Hessen werktags auf Rad, bundesweit waren es 174.000. In Frankfurt-Bockenheim kamen heute Koordinatoren aus hessischen Betrieben und zahlreiche Gewinner zu einer Abschluss-Veranstaltung zusammen.

 

Bereits der bundesweite Auftakt fand Ende Mai in Frankfurt statt. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) bekannte sich zu diesem Zeitpunkt bereits zum ökonomischsten, leisesten und gesündesten Verkehrsmittel, und auch diesmal zeigte er, wie stark seine Sympathien für „Mit dem Rad zur Arbeit“ sind: „Die Aktion findet Widerhall in der Bevölkerung, und das seit bald einem Jahrzehnt. Das spricht vor allem für die Attraktivität des Konzepts und des Fahrrads im Allgemeinen.“ Über 70 Menschen waren in den Saalbau Bockenheim gekommen, um ihre Preise abzuholen, über das Rad und verkehrspolitische Fragen zu plaudern und einer entspannten Talkrunde Vertretern von ADFC Hessen, AOK Hessen und Deutscher Herzstiftung zuzuhören. Insgesamt 170 Gewinner gibt es in Hessen, die sich auf Einzel- und Gruppenpreise von der Ballonfahrt bis zum Citybike freuen konnten. Ihr einziger Einsatz: Sie hatten in den Sommermonaten an mindestens zwanzig Arbeitstagen die Wegstrecke zum Büro oder der Werkbank per Pedal zurück gelegt.

 

Arno Stumpf von der AOK Hessen, einer der ersten Fürsprecher der Aktion, als sie sich noch im Probestadium befand, erinnerte sich: „Im ersten Jahr musste noch viel Überzeugungsarbeit in den Betrieben geleistet werden. Mittlerweile kennt sogar manch überzeugter PKW-Fahrer die Aktion, weil sich rumgesprochen hat, dass andere Kollegen aufs Rad umgestiegen sind.“ Ganz bewusst wenden sich die Kooperationspartner nicht an Velomanen, die ohnehin Tausende Kilometer jährlich ableisten, sondern Gelegenheitsradler und solche, deren Gefährt längere Zeit im Keller stand. „Ökologisch ist diese Fortbewegungsart unschlagbar, einen Parkplatz kriegt man auch immer“, bestätigt Volkmar Gerstein, Vorstandsvorsitzender des ADFC Hessen. Allein in diesem Jahr wurden im Rahmen der Aktion 1,8 Mio. Kilometer zurück gelegt, das entspricht einer Einsparung von 358.000 Kilogramm CO2. Alleine bei der KfW Bankengruppe in Frankfurt kamen 36.928 Kilometer zusammen. Sinann Al Najem, Projektleiter Prävention bei der Deutschen Herzstiftung, betonte die gesundheitsfördernde Wirkung des Radfahrens: „Wer mehrmals wöchentlich auf dem Sattel sitzt und das ein Leben lang, stärkt sein Herz bis ins hohe Alter.“ Wenn dann noch eine ausgewogene Ernährung hinzu kommt, dürften chronische Krankheiten wie Diabetes oder Koronare Herzkrankheit in der Regel ausbleiben. Ein gutes Beispiel für gesunde, fettarme Genuss-Küche bot Jürgen Schmidt, der mediterrane Appetithäppchen live zubereitete. Teilnehmer Jan Nicolas Breidenbach vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach wird 2013 wieder dabei sein, das weiß er schon heute: „Auch im Frühling und im Herbst verzichte ich weit gehend auf das Auto, sofern es nicht zu kalt und regnerisch ist. Man kommt entspannter im Büro an, gewissermaßen durchgelüftet und aktiviert. Dieses Gefühl will ich nicht missen.“