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Gesundheitskompetenz: Etliche Hürden bei der Informationsbeschaffung

Bad Homburg. Die digitale Gesundheitskompetenz in Hessen ist höher als im Bundesdurchschnitt – trotzdem gibt es in der Bevölkerung teil-weise erhebliche Defizite. Das geht aus einer aktuellen Befragung* der AOK von 8.500 Versicherten im Alter von 18 bis 75 Jahren hervor.

Ermittelt wurde, wie sich die Bürgerinnen und Bürger im Internet über Gesundheitsthemen informieren, wie sie digitale Angebote nutzen und sich in den sozialen Medien austauschen.

Eine gute bis sehr gute Gesundheitskompetenz haben demnach 51 Prozent der Befragten in Hessen (bundesweit: 48 Prozent), wobei kein weiteres Bundesland einen höheren Wert aufweist. Am niedrigsten schneidet Baden-Württemberg mit 43 Prozent ab.

Gesucht und nicht gefunden

Allerdings bestätigt sich erneut, dass weite Teile sich schwer tun mit der Beschaffung von Informationen und deren Interpretation: Über 28 Prozent finden gar nicht genau jene Fakten, die sie suchen, sogar 39 Prozent sind kaum oder gar nicht in der Lage, die Verlässlichkeit dieser Informationen einzuschätzen.

Mehr als jede fünfte Person (22 Prozent) kann das Gesehene oder Gelesene gar nicht in sinnvolles Handeln übersetzen und anwenden. Bei 16 Prozent der befragten Hessinnen und Hessen zeigen sich zudem Schwierigkeiten, sich schriftlich passend zu artikulieren – somit Nachrichten so zu schreiben, dass sie vom Gegenüber auch verstanden werden.

Keine Frage des Alters

Der Grad der Gesundheitskompetenz ist dabei keine Frage des Alters, des Geschlechts oder des Migrationshintergrundes. Es fällt jedoch auf, dass ein höherer Bildungsgrad tendenziell zu einer stärkeren Ausprägung führt. Eine weitere Erkenntnis: Je besser der eigene Gesundheitszustand empfunden wird, desto höher die Gesundheitskompetenz.

Eine Studie zeigte bereits 2016 auf, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung erhebliche Schwierigkeiten hat, mit gesundheitsrelevanten Informationen umzugehen. Seitdem ist die Digitalisierung erheblich vorangeschritten, doch die Fähigkeiten offenbar nicht. Mit diesen ersten bundesweit repräsentativen Daten wird eine wissenschaftliche Grundlage für die weiteren Aktivitäten in diesem Bereich geschaffen.

Die AOK Hessen bietet auf ihren Websites diverse Möglichkeiten, die eigene Gesundheitskompetenz zu erhöhen: Zum einen durch ihren Gesundheitsnavigator, aber auch durch diverse Online-Coaches zum Beispiel zu Diabetes, bei Depression – auch für Angehörige – oder zum Stressabbau.