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Die besten Coaches sind die Eltern

17.06.2015

Um sich zu entwickeln, brauchen Kinder Modelle, an denen sie sich orientieren können. Die wichtigsten Leitfiguren sind dabei Eltern, aber auch Großeltern, Geschwister und Freunde. Von ihnen lernen sie Sprache und praktische Fähigkeiten. Bedeutet das nun also, dass sich gerade Eltern keine Fehler erlauben dürfen? Alles perfekt sein muss?

Kinder merken sich Regeln und wissen mit der Zeit, was Ausnahmen davon sind. Insofern sind Abweichungen immer möglich, solange sie als Besonderheit wahr genommen werden und das Regelwerk nicht zum Einsturz bringen. Die wichtigste Devise lautet: Klarheit und Authentizität. Wer seinem Sohn predigt, weniger fernzusehen, darf sich nicht selbst jeden Abend vor die Glotze hocken. Im Grunde ziemlich einfach – und im Alltag trotzdem nicht immer leicht umsetzbar. Ein guter Anfang ist die körperliche Aktivität mit dem Kind, das – Kindergarten- und Schulzeit inklusive – zwei Stunden täglich in Bewegung sein sollte. Das bedeutet ganz konkret: So oft wie möglich das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen. Oder aufs Rad steigen.

Viel fragen, viel machen

Je mehr Zeit sich Eltern für die Familie nehmen, desto besser ist das für die Gesundheit der Kinder. Das zeigt die bundesweite AOK-Familienstudie, nach der die schönsten Momente die gemeinsamen Mahlzeiten (81 Prozent) und Gespräche (79 Prozent) sind. Und das lässt sich prima verbinden. Hinzu kommt: Zusammen einkaufen, zusammen kochen – und dabei auch über Zutaten sprechen. Wo kommen die Lebensmittel her? Gibt es geschmackliche Unterschiede zwischen diesen oder jenen Tomaten? Warum ist das so? Man muss nicht immer auf alles sofort eine Antwort wissen. Entscheidend ist vielmehr, dass eine positive Familienkultur gepflegt wird, in der Fragen willkommen sind, wo man den Dingen auf den Grund geht und der Konsum weit gehend reflektiert stattfindet. Das alles schließt eine Pizza, sogar einen Burger und einen komplett bewegungsfreien Sonntag daheim nicht aus. Schließlich werden gute Gewohnheiten dadurch bestätigt, dass es auch mal Ausnahmen geben darf.