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Coronavirus: Wichtige Fragen und Antworten

Wie kann man sich selbst und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen? Dr. Gerhard Schillinger, Arzt und Leiter des Stabs Medizin im AOK-Bundesverband, beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist das Coronavirus?

Der Erreger gehört zum Stamm der Coronaviren. Diese sind häufig auf bestimmte Tiere wie Vögel oder Säugetiere spezialisiert, die sie als Wirt befallen und führen beim Menschen in der Regel nur zu leichten Erkältungen. Wenn die Erreger jedoch von Tieren auf Menschen überspringen, können schwerwiegendere Erkrankungen die Folge sein.

Ursprünglich wurde das Virus als „2019-nCoV“ bezeichnet. Aufgrund seiner Verwandtschaft zum SARS-Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation WHO ihm mittlerweile jedoch den offiziellen Namen SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) gegeben. Die durch das Virus ausgelöste Erkrankung wird Covid-2019 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Durch das schon länger bekannte SARS-Coronavirus kam es bereits 2002 bis 2003 zu einer Pandemie.

Zahlreiche Eigenschaften des neuen Coronavirus sind derzeit noch unbekannt Seuchenexperten gehen davon aus, dass sich die ersten Patienten im Dezember 2019 auf einem Markt in der chinesischen Stadt Wuhan angesteckt haben.

Wie wird das Virus übertragen?

Zuerst wurde der Erreger vermutlich von Tieren auf den Menschen übertragen, inzwischen verbreitet er sich jedoch durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Eine Übertragung des Virus über das Verdauungssystem kann nicht ausgeschlossen werden. Das Virus kann sich zudem über Oberflächen ausbreiten, die häufig angefasst werden.

Außerdem könnte das SARS-Coronavirus-2 von einer infizierten Mutter auf ihr Neugeborenes übertragen werden. Kinder im Mutterleib sind jedoch allem Anschein nach vor einer Ansteckung geschützt. Darauf weisen erste Erkenntnisse aus China zu Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel hin.

Wie vermeide ich eine Ansteckung?

Um eine Ausbreitung zu vermeiden und sich vor einer Ansteckung zu schützen, sollten soziale Kontakte im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich reduziert werden; auch auf Reisen sollte nach Möglichkeit verzichtet werden.

Weiterhin wird zu einer guten Händehygiene geraten:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel (nach Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vor jeder Mahlzeit)
  • Kontakt der Hände mit Mund, Nase und Augen vermeiden
  • Husten und Niesen nur in die Armbeuge, nicht in die Hände
  • Abstand zu Erkrankten halten (1,5 Meter)
  • Auf Händeschütteln lieber verzichten

Angesichts der aktuellen Grippewelle in Deutschland sind diese Maßnahmen jedoch auch generell ratsam.

An welchen Symptomen ist das Virus zu erkennen?

Nach bisherigen Erkenntnissen beginnt die Krankheit in den meisten Fällen mit Fieber, trockenem Husten, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen, ein Teil der Infizierten zeigt aber auch nur leichte Erkältungssymptome wie zum Beispiel Halsschmerzen.

Innerhalb einer Woche kann dann eine zunehmende Atemnot eintreten. Schwer erkrankte Patienten entwickeln mitunter ein akutes Atemnotsyndrom, das eine mechanische Beatmung nötig macht. Vereinzelt können auch Durchfälle auftreten. Durchschnittlich wird die Inkubationszeit auf fünf Tage geschätzt. Das RKI geht von einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen aus.

Was mache ich wenn ich einen Verdacht habe?

Besonders aufmerksam sollten Menschen sein, die gerade in China waren, speziell in der besonders betroffenen Provinz Hubei, oder Kontakt mit Erkrankten hatten. Diese sollten, wenn sie Atembeschwerden, Fieber oder andere Symptome bemerken, sofort einen Arzt kontaktieren.

Der Kontakt sollte zunächst über das Telefon erfolgen, damit eine weitere Verbreitung durch angemessene Schutzmaßnahmen verhindert werden kann. Bei Anzeichen einer Coronavirus-Infektion werden Patienten umgehend in einem Krankenhaus isoliert.

Mittlerweile existiert ein Test, mit dem festgestellt werden kann, ob eine Infektion vorliegt. Der behandelnde Arzt, aber auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies unverzüglich dem Gesundheitsamt melden.

Bestätigt sich der Verdacht, werden die Patienten isoliert und auch das Behandlungspersonal unterliegt strengen Hygienerichtlinien mit Schutzkleidung, Handschuhen und Atemmaske. So soll eine weitere Verbreitung verhindert werden.

Wie wird eine Infektion mit dem Coronavirus behandelt?

Eine spezifische Therapie gibt es für die Covid-2019-Erkrankung derzeit noch nicht. Die Behandlung erfolgt symptomatisch mit fiebersenkenden Mitteln, einer medikamentösen Therapie eventueller bakterieller Zusatzinfektionen der Atemwege bis hin zur Beatmung und vorübergehenden extrakorporalen Oxygenierung bei schwerem Atemnotsyndrom.

An einem Impfstoff zur Vorbeugung gegen den Erreger arbeiten Forscher. In China wird außerdem im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie mit infizierten Patienten ein antivirales Medikament getestet, das bei SARS gute Ergebnisse gezeigt hatte.

Worauf sollte bei Reisen geachtet werden?

Anrufen und informieren

Rat und Hilfe – Der medizinische Informationsservice AOK-Clarimedis

Unsere Experten beantworten Ihre Fragen zum Coronavirus. AOK Clarimedis ist exklusiv für AOK-Kunden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar.

Medizinische Informationen am Telefon: AOK-Clarimedis

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