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Bolzplatz statt Spielkonsole

Tipps der AOK Hessen: Kinder für Sport und Bewegung begeistern

Bad Homburg. Der Frühling rückt näher und gerade jetzt sind viele Eltern angesichts des Freizeitverhaltens ihrer Sprösslinge stark verunsichert. Da werden virtuelle Monsterhorden bekämpft, Fernseh-Castingshows zum Nonplusultra abendlicher Aktivitäten erklärt und dabei ganze Tagesproduktionen an Chips und Süßigkeiten verzehrt. Bewegung an der frischen Luft, Laufen, Schwimmen, Fußball? Immer häufiger Fehlanzeige! Dabei gibt es durchaus Ansatzpunkte, wie die AOK Hessen berichtet.

„Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Eltern können ihn fördern und so versuchen, ihren Kindern frühzeitig Spaß an körperlicher Aktivität zu vermitteln", sagt Harald Sedlmayr, Bewegungsexperte bei der AOK. Viele Kin-der im Schulalter finden Fernseher und Computer reizvoller als körperliche Anstrengung. Dazu kommt, dass Stadtkindern die Möglichkeit fehlt, sich richtig auszutoben: Der Spielplatz ist langweilig geworden, auf der Straße ist Spielen zu gefährlich. „Sport kann eine Lösung sein: Kinder, die durch Klettern, Hüp-fen, Werfen, Schwimmen, Turnen oder Tanzen gefördert werden, sind motorisch geschickter und zugleich unabhängiger und kontaktfreudiger als andere. Außerdem sind sie motivierter beim Lernen“, erklärt Harald Sedlmayr.

Spaß am Sport wecken

Wichtig ist nicht, wer am schnellsten laufen kann oder wer gewinnt, sondern, dass Sport Spaß macht. „Daran sollten Eltern vor allem denken, wenn sie eine Sportart für ihr Kind suchen. Dass der Vater früher erfolgreicher Mittelstürmer war oder die Mutter eine hervorragende Leichtathletin und die Eltern für den Nachwuchs gerne die gleiche Sportlerkarriere möchten, ist verständlich. Allerdings sollte es nicht das entscheidende Kriterium bei der Wahl der Sportart sein. „Wichtig ist, dass Bewegung langfristig Spaß macht. Leistungsdruck oder Abneigung verderben schnell die Lust am Sport“, so der Rat von Harald Sedlmayr.

Welche Sportart ist die Richtige?

Müssen Kinder immer wieder zum Training gedrängt werden, kann das ein Zeichen dafür sein, dass vielleicht eine andere Sportart geeigneter wäre. „Am besten einfach ausprobieren lassen. Kinder sind schnell für die Sportart eines Freundes oder einer Freundin zu begeistern. Aus der Nähe betrachtet ist der Reiz manchmal schnell verflogen. Lassen Sie Ihr Kind mindestens dreimal zu einer Sportgruppe gehen, bevor Sie es fest anmelden“, lautet der Tipp des AOK Bewegungsexperten. Warum also nicht Fußball, Schwimmen und Ballett nacheinander ausprobieren und sich dann erst entscheiden?

Ab 24. Februar: AOK-Superkick hessenweit

Mit ihrem Fußballprojekt „Superkick“ leistet die AOK einen aktiven Beitrag dazu, dass Kinder und Jugendliche Lust auf regelmäßigen Sport bekommen. Am 31. Mai wetteifern 16 D-Junioren-Mannschaften aus allen Bundesländern in Frankfurt um den Hauptpreis: Ein Wochenende in der Eintracht-Fußballschule von Charly Körbel. Zuvor wird in insgesamt sechs Auswahlturnieren in Georgenhausen, Künzell, Wiesbaden, Guxhagen und schließlich Stadtallendorf der Hessensieger bestimmt. Alle Turniere sind für Zuschauer geöffnet und versprechen beides: Beste Hallenfußballunterhaltung und Gesundheitsförderung ohne den berüchtigten erhobenen Zeigefinger. Los geht’s am 24. Februar jeweils um 9:00 Uhr in der Sporthalle am Hirschbach in Georgenhau-sen und in der Kreissporthalle Künzell.

Sportarten für Kinder:

Fußball: Schult bei Mädchen und Jungen Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination. Das Gefühl für die Gruppe wird gestärkt. Ab circa 6 Jahren kann das Training losgehen.

Leichtathletik: Laufen, Springen und Werfen erlernen Kinder von klein auf. Im Verein üben sie Disziplin und sammeln Wettkampferfahrung.

Turnen: Viele Bewegungsmöglichkeiten an unterschiedlichen Geräten. Konzentrationsfähigkeit, Kraft und Körpergefühl werden geschult. Geeignet für Kinder ab 5 Jahren.

Handball: Trainiert werden vor allem Schnelligkeit, Koordination, Kraft und Kondition. Für Kinder ab 6 Jahren.

Basket- und Volleyball: Beide Ballsportarten stärken wie die meisten Mannschaftssportarten das Gefühl für Teamgeist. Schnelligkeit, Konzentration und Geschicklichkeit werden für diese schnellen Ballsportarten unbedingt gebraucht. Kinder ab 8 Jahren können Basket- oder Volleyball spielen.

Reiten: Vor allem bei Mädchen sind Pferde sehr beliebt. Durch Reiten werden die Sinne entwickelt, Kinder lernen soziales Verhalten und sie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Außerdem stärkt der Umgang mit Pferden das Selbstbewusstsein. Der gesamte Bewegungsapparat wird trainiert, Haltungsschäden vorgebeugt. Nachteil: Hohe Kosten, Reitställe liegen oft außerhalb. Für Kinder ab etwa 6 Jahren.

Schwimmen: Eine der besten Sportarten, um Herz- und Kreislauf zu trainieren. Ein erstes Gefühl bekommen Kinder beim Babyschwimmen oder in Wassergewöhnungskursen ab 4 Jahren; Schwimmen lernen sie meistens ab dem Grund-schulalter.

Tanzen: Ballett, Jazztanz oder Breakdance - wichtig ist ein guter Unterricht. Neben dem Lernen von Positionen und Figuren sollten die Kinder die Möglichkeit zu freier und kreativer Bewegung haben. Für Kinder ab 4 Jahren.

Judo: Schon Kinder ab 5 Jahren trainieren den „sanften Weg“ (Judo). Geübt werden Schnelligkeit und Gelenkigkeit. Auch Selbstvertrauen und Körperhal-tung werden besser.

Snowboarden und Skifahren: Frische Luft und Schnee sind bei Kindern sehr beliebt. Schon ab 4 Jahren möglich. Nachteil: Saisonabhängig und nicht ganz billig

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Stephan Gill - 06172/272-144 oder Stephan.Gill@he.aok.de

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