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Bessere Vorsorge bei Mehrlingen

Erweiterte Ultraschallvorsorge vermindert Risiken

Erwartet eine Frau Zwillinge oder Drillinge, wird die Ultraschalluntersuchung in den ersten drei Monaten ab sofort verbessert. Nun wird zusätzlich abgeklärt, ob die ungeborenen Kinder über eine oder mehrere Plazenta-Anlagen versorgt werden. „Denn bleibt ein Kind unterversorgt, führt das zu schweren Komplikationen. Je früher das Risiko be-kannt ist, desto effektiver kann die Medizin eingreifen“, sagt Dr. Angela Smith, Ärztin bei der AOK Hessen. Die Kosten für die komplette Untersuchung werden von den Krankenkassen übernommen.

Der erweiterte diagnostische Test birgt keine zusätzlichen Risiken für die Mutter oder die ungeborenen Kinder und kann zusammen mit den anderen Screening-Bestandteilen durchgeführt werden. Er findet in der 9. bis 12. Schwangerschaftswoche statt. Für eine Anpassung des bestehenden Programms an den Stand der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse durch den Gemeinsamen Bundesausschuss war es nach Auffassung von Dr. Smith höchste Zeit: „Schließlich gibt es hierzu seit längerem internationale Leitlinien, die diese spezielle Abklärung dringend empfohlen haben.“ Sie rechnet für die kommenden Jahre damit, dass das fetofetale Transfusionssyndrom bei unter-versorgten Föten kaum mehr diagnostiziert wird. Von der Neuregelung profitieren jährlich immer mehr Schwangere, zumal der Anteil der Mehrlingsgeburten in Deutschland seit 1991 um über 40 Prozent gestiegen ist. Diese Entwicklung wird vor allem auf die zunehmende Kinderwunschbehandlung (z. B. künstliche Befruchtung) zurückgeführt.

Pressekontakt

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung
Riyad Salhi - 06172 272-143 oder Riyad.Salhi@he.aok.de