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AOK Hessen: Schulwechsel ohne Tränen

10.04.2014

Jeder Arbeitgeber wünscht sich mobile Mitarbeiter. Für Familien kann das den Umzug und damit auch einen Schulwechsel für die Kinder bedeuten. Neue Umgebung, neue Freunde finden und alte Freunde verlassen - Eltern graut davor und sie fragen sich, ob sie ihren Kindern das zumuten können. "Wenn Eltern den Wechsel gut vorbereiten und die Bedürfnisse des Kindes ernst nehmen, kann das gut klappen", sagt Stephan Gill, Sprecher der AOK Hessen.

Das Wichtigste in dieser Zeit  sei es deshalb, dass das Kind in seinen Eltern einen zuverlässigen Ansprechpartner hat. "Das Kind wird in dieser Übergangszeit vielleicht schwieriger erscheinen, sich zurückziehen und häufiger mal unvermittelt in Tränen ausbrechen. Eltern sollten ein offenes Ohr haben, ohne das Kind zu bedrängen", sagt Gill. Gleichzeitig sollten Sie versuchen, den Wechsel so zu gestalten, dass er möglichst leicht fürs Kind wird. Kinder bauen das große Unbekannte gerne zu Schreckgespenstern aus. Deshalb hilft es, ihnen die neue Schulumgebung möglichst früh vorzustellen.

  • Besuchen Sie nach Möglichkeit einen Tag der offenen Tür an der neuen Schule.
  • Geht das nicht, stellen Sie sich zu Schulschluss oder Schulbeginn vors Schultor und schauen Sie sich mit Ihrem Kind die Kinder und Erwachsenen an, die hier unterwegs sind.
  • Versuchen Sie nach Möglichkeit, mit der neuen Schulleitung auszumachen, dass Ihr Kind vorab schon ein paar Tage am Unterricht in der neuen Klasse teilnehmen darf.
  • Geht das nicht, schauen Sie sich die Schule und das Profil gemeinsam mit Ihrem Kind im Internet an.

"Eltern sollten kein Drama heraufbeschwören, sondern versuchen, die Neugier ihrer Kinder auf das Neue zu wecken", sagt Gill. Gibt es vielleicht interessante Arbeitsgemeinschaften für das Kind? Gibt es Tiere an der Schule? Gibt es besondere Unterrichtsmethoden oder vielleicht keine Noten? "Versuchen Sie, Ihrem Kind eine Idee des Alltags dort zu vermitteln und es selbst herausfinden lassen, warum es auch dort schön und interessant werden könnte."

Sehr beruhigend für das Kind ist es auch, wenn es schon vor Schulbeginn einige Lehrer kennenlernen kann. Eltern können auch selbst Kontakt mit der neuen Lehrerin aufnehmen, um sich über die Klassensituation oder Besonderheiten zu informieren. "Vielleicht erfahren Sie schon etwas, das Ihr Kind ansprechen könnte, vielleicht steht schon in Kürze ein Ausflug an oder ein Sportfest. Erfragen Sie einige Namen der Kinder, auch das baut die Angst vor Unbekanntem ab", rät Gill. Wann immer es geht, sollte ein Schulwechsel nicht mitten im Halbjahr stattfinden. Der beste Zeitpunkt ist nach den Sommerferien. Dann waren alle unterwegs und finden sich neu zusammen, vielleicht gibt es auch noch ein anderes neues Kind in der Klasse.